Bild folgtKI-generierte IllustrationOberea oculata
Auch bekannt als: Rothalsiger Linienbock
Auffaellig ist der Weiden-Linienbock (Oberea oculata) durch seine sehr schmale, linienfoermige Gestalt und den leuchtend orangeroten Halsschild (vorderster Abschnitt des Rumpfes) mit zwei markanten schwarzen Punkten. Die Fluegeldecken des etwa 15 bis 20 Millimeter grossen Kaefers sind grau-schwarz und fein behaart. Da die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Insekt meist zwei Jahre dauert, siehst du die erwachsenen Tiere vorwiegend in den Sommermonaten. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in kleine Nagewunden an der Rinde von lebenden Weidenzweigen ab. Besonders gern werden die heimische Sal-Weide (Salix caprea) und die Korb-Weide (Salix viminalis) als Wirtspflanzen genutzt. Die Larven fressen sich durch das Mark der Zweige und verbringen dort ihre gesamte Jugendzeit. Du kannst diese Art foerdern, indem du heimische Weidengebuesche an sonnigen Plaetzen erhaeltst. Ein Verzicht auf chemische Spritzmittel schont die Nuetzlinge und spart dir zudem einige Euro im Gartenbudget. Da die Larve im lebenden Holz ueberwintert, solltest du beim Schnitt im Winter stets einige alte Ruten stehen lassen, um den Nachwuchs nicht zu entfernen.
Dieser Kaefer ist fuer Menschen voellig harmlos und besitzt weder einen Stachel noch kann er beissen. Da er regional auf der Roten Liste (Verzeichnis gefaehrdeter Arten) gefuehrt wird, sollte er im Garten nicht gestoert werden. Er ist ein gern gesehener Gast, der eine hohe oekologische Vielfalt anzeigt.
Der Weiden-Linienbock (Oberea oculata) ist ein spezialisierter Vertreter aus der Familie der Bockkaefer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Kaefer (Coleoptera). Er ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt feuchte Standorte mit Weidengebueschen. Man erkennt ihn an seinem extrem schlanken Koerper und den langen Fuehlern, die fuer diese Familie charakteristisch sind. Mit einer Groesse von bis zu 20 Millimetern ist er im Garten gut auszumachen. Seine Lebensweise ist eng an die Gattung der Weiden (Salix) gebunden, wobei er vorrangig gesundes, lebendes Holz besiedelt.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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