Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum ochroleucum
Auch bekannt als: Blassgelbe Fetthenne
6
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Ockergelbe Fetthenne (Sedum ochroleucum) an ihren walzenförmigen, fleischigen Blättern und den kriechenden Trieben, die dichte, flache Polster bilden. In deinem Garten ist sie eine unverzichtbare Spezialistin für karge Standorte, da sie als Sukkulente (Pflanze mit wasserspeicherndem Gewebe) extreme Hitze mühelos wegsteckt. Sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen für den seltenen Roten Apollo (Parnassius apollo), der auf den Nektar angewiesen ist. Wenn du trockene Mauerkronen oder Schotterflächen ökologisch aufwerten willst, ist diese Art genau die richtige Wahl. Mit ihr schaffst du Lebensraum dort, wo andere Pflanzen längst aufgeben.
Überlebenskünstlerin auf 0,16 m: Die Rettungsinsel für den seltenen Apollofalter.
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Diese Fetthenne ist eine Schlüsselspezies für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Rote Apollo (Parnassius apollo) von ihrem Nektarangebot. Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) eingeht, stärkt sie das mikrobiologische Netzwerk im Boden deines Gartens. Trotz ihrer geringen Größe bietet sie in Trockenperioden eine verlässliche Ressource, wenn andere Blüten bereits vertrocknet sind. Die winzigen Samen dienen zudem als winzige Nahrungspakete für bodenlebende Insekten. Durch ihre Sukkulenz speichert sie Wasser und verbessert so das Kleinklima auf heißen Steinflächen.
Die Ockergelbe Fetthenne wird als nicht kindersicher eingestuft. Ein Verzehr der Pflanzenteile kann zu Unwohlsein führen, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.156 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da die Pflanze maximale Strahlung für ihre Entwicklung benötigt.
Bereite einen sehr mageren, nährstoffarmen Boden vor (Schwachzehrer); herkömmliche Gartenerde ist meist zu fett.
Sorge für absolute Trockenheit (Feuchtewert 2) und vermeide Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabzug aus Kies oder Sand).
Halte den Standort warm und geschützt, da sie wärmeliebend (Temperaturwert 8) ist.
Pflanze die Fetthenne idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Achte auf die Endhöhe von genau 0,16 m bei der Planung deines Steingartens.
Eine Vermehrung ist leicht durch das Abtrennen der kriechenden Triebe möglich.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) – sie gedeiht ebenfalls auf mageren Standorten und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Ockergelbe Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist innerhalb Deutschlands als unbeständig eingestuft, was bedeutet, dass sie oft aus Gärten verwildert. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Felsfluren, die durch extreme Sonneneinstrahlung geprägt sind. Die Pflanze wächst strikt nicht verholzt und bleibt mit 0,16 m recht niedrig. Eine Besonderheit ist ihr Diasporengewicht (Gewicht der Samen) von nur 0,01 mg, wodurch die Samen leicht über weite Strecken vom Wind verbreitet werden können. Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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