Bild folgtKI-generierte IllustrationOedothorax apicatus (Blackwall, 1850)
Das Acker-Feldspinnchen (Oedothorax apicatus) ist eine winzige, meist nur zwei bis drei Millimeter große Spinne mit einem glänzenden, dunkelbraunen Körper. Du findest diese Tiere vor allem am Boden oder in der bodennahen Krautschicht, wo sie ihre typischen Baldachinnetze (waagrechte, teppichartige Gespinste) weben. Diese Jagdstrategie ermöglicht es ihnen, kleine Insekten abzufangen, die von oben in das Netz fallen oder hineinspringen. In Deinem Garten übernimmt die Art eine wichtige Rolle als Nützling, da sie sich bevorzugt von Springschwänzen (Collembola) und Blattläusen ernährt. Da sie bereits bei sehr kühlen Temperaturen aktiv ist, hilft sie schon früh im Jahr, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Du kannst diese kleinen Helfer unterstützen, indem Du eine Mulchschicht (Abdeckung aus organischem Material) auf Deinen Beeten belässt. Verzichte auf das restlose Entfernen von Laub, da diese Strukturen den Tieren Schutz und Jagdgründe bieten. Auch eine schonende Bodenbearbeitung hilft, die Bestände dieser nützlichen Bodenbewohner zu erhalten. Ihre Anwesenheit ist ein Zeichen für einen lebendigen, gesunden Gartenboden.
Diese kleine Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos. Ihre Kieferklauen (Cheliceren) sind viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen, und sie verhält sich gegenüber Gärtnern absolut friedlich.
Dieses Tier gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird innerhalb der Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) zur Unterfamilie der Zwergspinnen (Erigoninae) gezählt. Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt offene Lebensräume. Mit ihrer geringen Körpergröße von maximal drei Millimetern besetzt sie eine ökologische Nische in der Streuschicht (oberste Schicht des Bodens aus abfallendem organischem Material).
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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