Bild folgtKI-generierte IllustrationOedothorax retusus (Westring, 1851)
Das Bucklige Feldspinnchen (Oedothorax retusus) ist ein winziger, meist bräunlich gefärbter Bodenbewohner, der aufgrund seiner geringen Körpergröße von wenigen Millimetern oft unentdeckt bleibt. In deinem Garten nutzt diese Spinne die Strategie des Baldachinnetzes (ein horizontales, deckenartiges Gewebe), um kleine Insekten zu fangen. Du findest sie vor allem direkt am Boden oder in der bodennahen Krautschicht (die unterste Schicht der Vegetation), wo sie im Verborgenen lebt. Als nützlicher Bewohner übernimmt sie die Rolle eines natürlichen Schädlingsregulierers, indem sie etwa kleine Blattläuse oder Mücken fängt. Damit sie sich bei dir wohlfühlt, solltest du organische Strukturen wie Laub oder Mulch einfach im Beet belassen. Diese dienen ihr als geschütztes Habitat (natürlicher Lebensraum) und Jagdrevier. Die kleinen Netze stören das Erscheinungsbild deines Gartens nicht und sollten idealerweise unangetastet bleiben. Wenn du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest, schützt du diesen hilfreichen Nachbarn aktiv. Da die Tiere so klein sind, übersieht man sie oft, doch sie leisten einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten ist der beste Weg, ihre Anwesenheit zu fördern.
Das Bucklige Feldspinnchen ist für Menschen vollkommen harmlos. Aufgrund seiner winzigen Größe kann es die menschliche Haut nicht mit seinen Beißwerkzeugen (Chelizeren) durchdringen und ist weder aggressiv noch giftig.
Das Bucklige Feldspinnchen (Oedothorax retusus) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch und weit verbreitet. Mit einer geringen Körpergröße von nur wenigen Millimetern gehört sie zur Gattung (Oedothorax). Diese Spinnen leben räuberisch in Bodennähe und stabilisieren als Insektenfresser das ökologische Gefüge im Garten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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