Bild folgtKI-generierte IllustrationOenanthe peucedanifolia
Auch bekannt als: Oenanthe peucedanifolia
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die filigranen, fenchelartigen Blätter und die strahlend weißen Doppeldolden (verzweigte Blütenstände) der Haarstrang-Pferdesaat. Da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Besonders prachtvolle Schwalbenschwänze (Papilio machaon) profitieren von dieser heimischen Kostbarkeit als Nektarquelle. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) besuchen die offenen Blüten gern. Als Gartenbesitzer holst du dir ein seltenes Stück Naturgeschichte direkt ans Haus. Schau im Hochsommer genau hin, wenn das Summen in den Dolden beginnt.
Seltene Retterin für den Schwalbenschwanz: 43 Zentimeter pure Biodiversität.
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Diese seltene Art ist eine wertvolle Anlaufstelle für spezialisierte Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon), der Segelfalter (Papilio alexanor) und der Korsische Schwalbenschwanz (Papilio hospiton) die Blüten an. Auch verschiedene Schwebfliegen, darunter die Zweiband-Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae), finden hier reichlich Nahrung. Da die Larven vieler Schwebfliegen als Blattlausjäger leben, unterstützt die Pflanze indirekt deine Gartenhygiene. Die leichten Samen (Diasporen) können über weite Strecken vom Wind getragen werden und helfen so, neue Bestände in der Nachbarschaft zu gründen. Im Winter bieten die verblühten Dolden wichtige Strukturen für überwinternde Kleintiere.
Bitte beachte, dass die Haarstrang-Pferdesaat als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Doldenblütler kann sie Inhaltsstoffe enthalten, die bei Hautkontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen. Trage beim Rückschnitt vorsichtshalber Handschuhe. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.432 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze eine Lichtzahl von 7 hat und viel Helligkeit benötigt.
Bodenfeuchte: Halte das Erdreich konstant feucht (Feuchtezeiger 8); ein Platz am Teichrand oder in einer feuchten Senke ist ideal.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ausreichend, solange er neutral bis schwach sauer ist.
Wuchshöhe: Plane genau 0,43 m Platz in der Höhe ein, damit sie nicht von größeren Stauden unterdrückt wird.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Pflege: Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, damit die hohlen Stängel Insekten als Winterquartier dienen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über leichte Samen (2,05 mg) durch den Wind; lass die Samenstände für die Selbstaussaat einfach stehen.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist der Teufelsabbiss (Succisa pratensis) – beide lieben feuchte Standorte und ergänzen sich in der Blütezeit wunderbar.
Die Haarstrang-Pferdesaat gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und Grabenränder, die eine gute Wärmeversorgung bieten. Als krautige Pflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 0,43 m und bildet eine Pfahlwurzel aus. Botanisch interessant ist ihre Einordnung als Wärmeliebhaber, was sie für sonnige Gartenbereiche prädestiniert. Trotz ihrer Seltenheit ist sie robust, sofern die Bodenfeuchte stimmt.
2 Videos zu Haarstrang-Pferdesaat


17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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