Bild folgtKI-generierte IllustrationOenothera casimiri
Auch bekannt als: Oenothera casimiri
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Schon von weitem faellt Casimir-Nachtkerze (Oenothera casimiri) durch ihre leuchtend gelben Bluetenschalen auf, die sich an aufrechten, stabilen Stielen emporstrecken. Du erkennst sie an ihren vierzaehligen Bluetenblättern und den lanzettlichen Blättern, die eine stattliche Gestalt im Beet bilden. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Komponente, da sie die schwierige Zeit im Spaetherbst ueberbrueckt, wenn das Nahrungsangebot fuer Insekten knapper wird. Da sich ihre Blueten oft erst in den spaeten Stunden oeffnen, bedient sie eine ganz eigene Nische in deinem Garten-Oekosystem. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die wenig Ansprueche stellt und lange Freude bereitet, machst du mit ihr alles richtig.
Goldgelbe Bluetenpracht bis in den November: Die Ausdauernde fuer Naturgarten-Fans.
Die oekologische Bedeutung der Casimir-Nachtkerze liegt vor allem in ihrer aussergewoehnlich spaeten Bluetezeit, die bis in den November hineinreicht. In einer Zeit, in der die meisten heimischen Wildpflanzen bereits Samen gebildet haben, stellt sie eine vitale Ressource dar. Durch das Oeffnen der Blueten in der Daemmerung und waehrend der Nacht schliesst sie eine Versorgungsluecke fuer nachtaktive Fluginsekten. Auch wenn fuer diese spezifische Art keine detaillierten Bestaeuberlisten in der Datenbank vorliegen, sichert ihre Praese im Garten die Kontinuitaet des Nahrungsangebots. Die Samenstaende bieten zudem eine wertvolle Energiequelle fuer Voegel in den ersten Frostmonaten.
Bitte beachte bei der Standortwahl, dass Casimir-Nachtkerze als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gaerten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher Vorsicht walten lassen und die Pflanze gegebenenfalls in weniger zugaengliche Bereiche setzen. Bei versehentlichem Verzehr oder Unvertraeglichkeiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Nov
Waehle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht fuer eine kraeftige Bluete benoetigt.
Der Boden sollte gut durchlaessig und eher mager sein; Staunaesse (stehendes Wasser) muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Achte auf einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern, damit sich die Rosetten ungehindert ausbreiten koennen.
In der Anwachsphase ist regelmaessiges Giessen wichtig, spaeter uebersteht sie auch trockene Phasen problemlos.
Lasse die verbluehten Staende im Herbst stehen, um die Selbstaussaat zu foerdern und Struktur im Wintergarten zu behalten.
Ein Rueckschnitt der vertrockneten Teile erfolgt erst im zeitigen Fruehjahr vor dem Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) – sie liebt aehnlich sonnige Standorte und ergaenzt die gelbe Pracht durch ihre blauen Blueten.
Die Casimir-Nachtkerze (Oenothera casimiri) ist ein Vertreter der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) innerhalb der Ordnung der Myrtenartigen (Myrtales). In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen gepraegte Rohbodenflaechen), Bahndämme oder Wegraender. Sie zeichnet sich durch ihre meist zweijaehrige Lebensweise aus, bei der sie im ersten Jahr eine flach aufliegende Blattrosette bildet und erst im zweiten Jahr ihren bluetentragenden Spross entwickelt. Morphologisch auffaellig ist der unterstaendige Fruchtknoten, eine Besonderheit, bei der die Samenanlage unterhalb der Bluetenblaetter sitzt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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