Bild folgtKI-generierte IllustrationOenothera rubricaulis
Auch bekannt als: Oenothera rubricaulis
Schon von weitem fällt die Rotstänglige Nachtkerze (Oenothera rubricaulis) durch ihre namensgebenden, rötlich überlaufenen Stängel und die großen, leuchtend gelben Blüten auf. Sie ist eine faszinierende Bewohnerin für sonnige Beete, da sie ihre Blüten erst in der Abenddämmerung öffnet und so den Garten in den späten Stunden belebt. Als wertvolle Futterquelle in der zweiten Sommerhälfte bereichert sie dein Grünes genau dann, wenn das Angebot vieler anderer Stauden bereits nachlässt. Durch ihren zweijährigen Rhythmus bringt sie eine schöne Dynamik in deine Pflanzung. Wenn du einen unkomplizierten Blüher suchst, der den Garten in ein abendliches Lichtermeer verwandelt, liegst du hier genau richtig.
Gelbe Leuchtkraft für laue Sommerabende auf kalkreichem Boden.
Die Rotstänglige Nachtkerze bietet von Juli bis September ein wichtiges Nahrungsangebot in der zweiten Jahreshälfte. Da ihre Blüten sich erst am Abend öffnen, ist sie eine spezialisierte Anlaufstelle für die nächtliche Bestäuberwelt, die von anderen Pflanzen oft nicht erreicht wird. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen, samentragenden Kapseln als wertvolle Futterquelle für verschiedene Vogelarten. Sie fungiert somit als ökologische Brücke zwischen Hochsommer und Herbstbeginn. Da sie kalkhaltige und warme Standorte bevorzugt, fördert sie die spezialisierte Fauna dieser Lebensräume.
Bitte beachte, dass die Rotstänglige Nachtkerze nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du sie daher eher in den hinteren Bereich der Beete pflanzen. Ansonsten ist sie eine pflegeleichte und bereichernde Ergänzung für den Naturgarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 bis 8 Stunden direktem Sonnenlicht (Lichtwert 8).
Boden: Sie gedeiht am besten auf kalkhaltigem oder basischem Untergrund (Reaktionswert 7).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch sein, also eine mäßige Feuchtigkeit halten, aber nicht staunass werden (Feuchtewert 4).
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt ist ideal (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling von März bis Mai oder im Herbst in die Erde.
Pflege: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat erhalten kann.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, kalkreiche Standorte und ergänzt die Nachtkerze optisch hervorragend.
Die Rotstänglige Nachtkerze (Oenothera rubricaulis) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich als etablierter Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Ruderalstellen (unbewirtschaftete Rohbodenflächen) und Wegränder in wärmebegünstigten Lagen (Temperaturwert 7). Typisch ist ihre zweijährige Lebensweise: Im ersten Jahr bildet sie eine am Boden anliegende Blattrosette aus, aus welcher im zweiten Jahr der beblätterte Blütenstand emporwächst. Die rötliche Punktierung oder Färbung am Stängel dient als sicheres Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Arten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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