Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia austriaca
Auch bekannt als: Österreich-Wermut
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Österreichischen Beifuß (Artemisia austriaca) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die fein gefiederten, silbrig-grauen Blätter und der buschige, exakt 0,36 m hohe Wuchs machen ihn unverwechselbar. In deinem Naturgarten ist er ein echter Spezialist für trockene, heiße Plätze, an denen andere Pflanzen längst aufgeben. Er ist eine wertvolle Futterpflanze für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Wüsten-Scheckenfalter (Melitaea ornata). Wenn du eine pflegeleichte Lösung für karge Ecken suchst, die gleichzeitig die Artenvielfalt fördert, liegst du mit diesem kleinen Strauch genau richtig.
Silberner Überlebenskünstler: Die 0,36 m hohe Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Dieser Beifuß ist ein Magnet für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie) von ihm. Auch der Wüsten-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen die Pflanze. Sogar der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird hier regelmäßig gesichtet. Da der Strauch von Juli bis September blüht, stellt er in der oft trockenen Hochsommerphase eine verlässliche Ressource dar. Seine silbrige Behaarung dient zudem als Schutz vor übermäßiger Verdunstung, was ihn in Zeiten des Klimawandels besonders wertvoll macht.
Der Österreichische Beifuß wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle kann der Kontakt bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund stecken. Beim Rückschnitt im Garten empfiehlt es sich, vorsichtshalber Handschuhe zu tragen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.363 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne bekommt (Lichtwert 8).
Der Boden muss trocken sein (Feuchtewert 3); Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden mit hohem pH-Wert (Reaktionswert 8).
Pflanzzeit Frühling: Idealerweise von April bis Mai, damit er vor der Hitze anwurzelt.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange der Boden noch offen ist.
Mager schwere Gartenböden unbedingt mit Sand oder feinem Kies ab, um eine Drainage (Wasserabfluss) zu schaffen.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 cm ein, damit sich die Büsche gut entfalten.
Ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert den kompakten, buschigen Wuchs.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für Kalk sowie Sonne und ergänzt das Silbergrau perfekt.
Der Österreichische Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. In Deutschland und Österreich besiedelt er vorwiegend Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Ruderalflächen auf kalkreichen Böden. Botanisch gesehen handelt es sich um einen verholzten Strauch, dessen Basis mit der Zeit verholzt, was ihn sehr robust macht. Seine Blätter sind breitblättrig, aber so fein zerteilt, dass sie fast wie silbrige Federn wirken. Obwohl er in der Region als Neophyt gilt, ist er vollkommen an das hiesige Klima angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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