Bild folgtKI-generierte IllustrationOmalotheca supina
Auch bekannt als: Omalotheca supina
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihren silbrig-grau behaarten Blättern und dem sehr niedrigen, fast kriechenden Wuchs lässt sich die Zwerg-Ruhrblume (Omalotheca supina) sofort erkennen. Diese unscheinbare Pionierpflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge Gartenbereiche und bietet spezialisierten Insekten eine wichtige Lebensgrundlage. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrer Anwesenheit. Als heimische Art trägt sie lautlos zur biologischen Vielfalt bei, ohne dabei Platzhirsch-Allüren zu zeigen. Wenn du magere, steinige Stellen in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest, ist diese kleine Pflanze eine hervorragende Wahl für dich.
Silbriger Überlebenskünstler: Ein wertvoller Ankerplatz für seltene Scheckenfalter.
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In deinem Garten fungiert die Zwerg-Ruhrblume als wichtige Tankstelle für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie gezielt von Arten wie dem Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) und dem Südlichen Scheckenfalter (Melitaea celadussa, hier gelistet als Melitaea aetherie) angeflogen. Auch für den seltenen Veilchen-Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) stellt sie eine Ressource dar. Die Samenstände können im Spätherbst kleinen Vögeln als Nahrung dienen. Durch ihre Mykorrhiza-Verbindung (Symbiose mit Bodenpilzen) fördert sie zudem ein gesundes Bodenmikrobiom in mageren Gartenabschnitten.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Ruhrblume laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie nicht zu den klassischen Giftpflanzen zählt, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund des charakteristischen, silbrigen Polsterwuchses in Bodennähe kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.03 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der den kühlen Charakter der Bergwelt nachempfindet.
Boden: Die Erde sollte kalkarm, eher sauer und sehr nährstoffarm sein.
Pflanzzeit: Setze die Zwerg-Ruhrblume idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wasser: Sie benötigt eine gleichmäßige Grundfeuchte, verträgt aber absolut keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da sie an magere Standorte angepasst ist.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich dezent über kurze Ausläufer und Samen selbst aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Winter: Die vertrockneten Pflanzenteile solltest du als natürlichen Schutz über den Winter stehen lassen.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Borstgras-Rasen (Nardus stricta) – beide teilen die Vorliebe für saure, magere Böden und bilden ein stabiles ökologisches Gefüge.
Die Zwerg-Ruhrblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) und besiedelt vorzugsweise alpine Rasen sowie offene, kalkarme Bodenstellen. Ein besonderes Merkmal ist ihre Lebensgemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (spezielle Wurzelpilze), die ihr bei der Nährstoffaufnahme in kargen Böden helfen. Die Pflanze erreicht nur geringe Höhen und bildet oft lockere Polster, wobei die bräunlichen Blütenköpfchen eng am Stängel gehäuft sitzen.
1 Video zu Zwerg-Ruhrblume

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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