Bild folgtKI-generierte IllustrationOnobrychis montana
Auch bekannt als: Onobrychis montana
4
Arten
interagieren
205
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Berg-Esparsette (Onobrychis montana) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kräftig rosa gefärbten Schmetterlingsblüten und den zierlich gefiederten Blättern ist sie eine wahre Schönheit des Hochgebirges. Da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Besonders Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) oder der Bläuling (Polyommatus fulgens) sind auf diese Pflanze angewiesen. Wenn du einen sonnigen Standort mit kalkhaltigem Boden hast, kannst du aktiv zum Artenschutz beitragen. Gib dieser seltenen Wildpflanze einen Ehrenplatz in deinem Garten.
Rarität vom Berg: Eine stark gefährdete Schönheit für deinen sonnigen Kalkgarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Berg-Esparsette eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Besonders seltene Bläulinge wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae besuchen die Blüten im Hochsommer. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzt sie intensiv zur Nektaraufnahme. Da die Pflanze indigene (einheimische) Wurzeln hat, ist sie perfekt in das lokale Ökosystem eingebunden. Die schweren Samen (12,7 mg) dienen im Winter als Nahrung für bodenfressende Vögel, sofern sie nicht direkt keimen. Durch die Förderung dieser gefährdeten Art stärkst du die biologische Vielfalt in deiner Region massiv.
Bitte beachte, dass die Berg-Esparsette als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle für den Gartenalltag bekannt sind, sollte die Pflanze nicht verzehrt werden. Achte besonders darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten spielen, die dazu neigen, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.172 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht : Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da sie Schatten gar nicht verträgt.
Boden : Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Auf zu fettem Boden wird sie schnell von Gräsern verdrängt.
Kalkgehalt : Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist lebensnotwendig (Reaktionszahl 9). Bei saurem Boden solltest du mit Kalk nachbessern.
Feuchtigkeit : Sie bevorzugt frische bis mäßig feuchte Standorte, kommt aber durch ihre Herkunft gut mit steinigen, durchlässigen Böden zurecht.
Pflanzzeit : Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege : Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Lass die verblühten Triebe für die Selbstaussaat und als Winterquartier für Insekten stehen.
Gute Partnerin : Das Gewöhnliche Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) – es teilt die Liebe zu kalkreichen, sonnigen Standorten und ergänzt das Rosa der Esparsette wunderbar.
Die Berg-Esparsette gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und alpine Matten auf kalkhaltigem Untergrund. Als ausdauernde, krautige Pflanze wächst sie recht kompakt und verholzt nicht. Charakteristisch sind ihre tiefreichenden Wurzeln, mit denen sie eine Lebensgemeinschaft mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze zur Nährstoffaufnahme) eingeht. Ihre schweren Samen fallen meist direkt zu Boden oder werden über kurze Distanzen von Tieren verbreitet.
1 Video zu Berg-Esparsette

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →