Bild folgtKI-generierte IllustrationOrchis purpurea
Auch bekannt als: Purper-Knabenkraut
5
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit ihrem markanten, purpurbraunen Helm und der hellen, gepunkteten Lippe wirkt jede Blüte wie eine kleine Figur. Als heimische Orchidee ist sie ein echtes Juwel, das auf der Vorwarnliste (Arten, deren Bestände merklich zurückgehen) steht. Im Garten unterstützt sie spezialisierte Besucher wie den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) oder die Ackerhummel (Bombus pascuorum). Es ist ein besonderes Privileg, diese Schönheit beim Wachsen zu beobachten. Wenn du ihr den richtigen Platz im Halbschatten gibst, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz direkt vor deiner Terrassentür.
Heimisches Orchideen-Juwel: Eine prachtvolle Seltenheit für deinen Halbschatten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Purpur-Knabenkraut eine wichtige Lebensgrundlage für verschiedene Insektenarten. Besonders der Kleine Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) nutzen das Angebot während der Blütezeit im Mai. Auch der Bienenwolf (Philanthus triangulum) zählt zu den regelmäßigen Besuchern. Eine interessante Beobachtung im Naturgarten ist die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia), die oft in den Blütenständen auf Jagd geht. Da die Art auf der Vorwarnliste steht, trägt jedes Exemplar im Garten dazu bei, die Ausbreitungswege dieser seltenen Pflanzen in der Kulturlandschaft zu erhalten.
Das Purpur-Knabenkraut ist nicht als kindersicher eingestuft. Da Orchideen teilweise Inhaltsstoffe besitzen, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, sollte sie nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht aufgrund der einzigartigen Blütenform im Mai praktisch nicht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Das Purpur-Knabenkraut ist für eine Orchidee erstaunlich robust, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Standort : Ideal ist der Halbschatten (halbtägig Sonne), etwa am Rand von Hecken oder unter lichtem Baumbestand.
Boden : Die Erde sollte frisch sein, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gedeiht sie in normalem Gartenboden; vermeide aber unbedingt Kunstdünger.
Pflanzzeit : Setze die Knollen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege : Schneide die Pflanze erst zurück, wenn die oberirdischen Teile komplett braun und vertrocknet sind, damit die Nährstoffe für das nächste Jahr in die Knolle wandern können.
Kombination : Eine hervorragende Partnerin ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide teilen sich den Lebensraum am lichten Gehölzrand, wobei die Erdbeere als lebender Bodendeckel die Bodenfeuchtigkeit für die Orchidee hält.
Das Purpur-Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und zur Ordnung der Spargelartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es vor allem in lichten Laubwäldern und an wärmebegünstigten Waldrändern heimisch. Typisch ist die kräftige Wuchsform mit bis zu 15 Zentimeter langen, glänzenden Laubblättern in einer bodennahen Rosette. Als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Jahreszeiten mittels unterirdischer Speicherorgane überdauert) zieht sie sich nach der Samenreife vollständig in ihre Knollen zurück, um im nächsten Frühjahr neu auszutreiben.
3 Videos zu Purpur-Knabenkraut



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →