
Orchis spitzelii
Typisch fuer Spitzels Knabenkraut sind die markanten Lippenblüten, die sich in dichten, aufrechten Blütenständen über den breitblättrigen Rosetten erheben. Du erkennst die Pflanze an ihrer purpurroten bis bräunlichen Färbung, die ihr ein fast exotisches Aussehen verleiht. In deinem Garten ist diese Orchidee eine echte Kostbarkeit, da sie in der freien Natur nach aktuellen Daten als ausgestorben oder verschollen (Rote Liste 0) gilt. Da keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bleibt ihr Wert vor allem der Erhalt einer extrem seltenen Pflanzenart. Mit ihrer Ansiedlung schaffst du ein Refugium für gefährdete Flora. Traust du dich an diese botanische Rarität heran?
Botanische Rarität: Hol dir eine fast verschollene Orchidee in deinen Garten.
Als Spezialistin für karge Standorte ist Spitzels Knabenkraut ein wertvoller Baustein für die Biodiversität (Artenvielfalt) in Kalkgebieten. Da die Art laut Datenlage in der Natur als ausgestorben oder verschollen (Rote Liste 0) geführt wird, dient jeder Gartenstandort der Ex-situ-Erhaltung (Schutz außerhalb des natürlichen Lebensraums). Sie zeigt an, dass dein Boden frei von Überdüngung ist, was für viele bedrohte Wildpflanzen überlebenswichtig ist. Auch ohne spezifische Bestäuberdaten ist sie als heimische Orchidee ein wichtiger Bestandteil funktionierender Magerwiesen-Ökosysteme. Ihre Blütezeit im Juni und Juli bereichert das sommerliche Angebot in deinem Naturgarten. Durch ihre gezielte Kultur förderst du das Überleben einer botanischen Rarität.
Spitzels Knabenkraut wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Wie viele Orchideenarten enthält sie Stoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Ein vorsichtiger Umgang ist ratsam, um die empfindliche Pflanze und deine Mitbewohner zu schützen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.288 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, damit die Orchidee ausreichend Energie tanken kann.
Bodenbeschaffenheit: Der Untergrund muss unbedingt kalkhaltig / basisch (hoher pH-Wert) sein, idealerweise mit Kalkschotter angereichert.
Nährstoffbedarf (Ellenberg 2): Halte den Boden mager (nährstoffarm), da Düngergaben der Pflanze schaden.
Feuchtigkeit (Ellenberg 4): Achte auf einen frischen (mäßig feuchten) Boden, der jedoch niemals Staunässe aufweisen darf.
Pflanzzeit: Setze die Knollen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Mit genau 0,29 m braucht sie einen Platz im Vordergrund, damit sie nicht von Gräsern verdeckt wird.
Pflege: Schneide die Pflanze erst zurück, wenn die Blätter vollständig braun und vertrocknet sind.
Gute Partnerin: Wiesensalbei (Salvia pratensis) – er liebt ebenfalls kalkreiche Standorte und ergänzt die Orchidee optisch wunderbar.
Spitzels Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist eine indigen (einheimische) Pflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalkmagerrasen (nährstoffarme, kalkhaltige Wiesen), wo sie als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) wächst. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,29 m und bildet als krautiges Gewächs keine verholzten Teile aus. Charakteristisch sind die breitblättrigen Laubblätter und der ährenförmige Blütenstand. Trotz ihres Status auf der Roten Liste 0 ist sie ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit spezialisierter Berg- und Magerwiesenpflanzen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1540420057
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