Bild folgtKI-generierte IllustrationOrchis spitzelii subsp. spitzelii
Auch bekannt als: Orchis spitzelii subsp. spitzelii
An ihren olivgrünen bis purpurrot gefleckten Lippenblüten lässt sich die Spitzel-Knabenkraut (Orchis spitzelii subsp. spitzelii) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist diese seltene Erdorchidee ein echtes Highlight, da sie eine hohe Bodenqualität und eine intakte Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) anzeigt. Ihr Wert liegt besonders im Erhalt der spezialisierten Flora kalkreicher Standorte. Wenn du ein Liebhaber seltener Wildpflanzen bist und über einen mageren, steinigen Gartenboden verfügst, ist diese Art ein wunderbares Projekt. Du schaffst damit einen wertvollen Lebensraum für die hochspezialisierte Lebensgemeinschaft im Wurzelraum.
Rarität auf 0,29 m: Die Spitzel-Knabenkraut für Kenner kalkreicher Gärten.
Die ökologische Bedeutung dieser Orchidee konzentriert sich stark auf das unterirdische Ökosystem. Sie lebt in einer engen Gemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die für den Nährstoffaustausch im Boden unverzichtbar sind. Da für diese Unterart keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist ihr größter Beitrag zur Biodiversität der Schutz seltener genetischer Ressourcen in spezialisierten Lebensräumen. Durch ihre Ansiedlung förderst du die Vielfalt spezialisierter Bodenorganismen, die auf chemiefreie, magere Standorte angewiesen sind. Sie dient als Zeigerpflanze für einen ökologisch wertvollen, nährstoffarmen Gartenbereich.
Die Spitzel-Knabenkraut ist laut Datenbank nicht kindersicher und sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Da Orchideen generell sensible Inhaltsstoffe enthalten können und zudem unter strengem Naturschutz stehen, sollte die Pflanze niemals verzehrt oder beschädigt werden. Behandle sie als kostbares Beobachtungsobjekt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.288 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühjahr von April bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Licht: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), an dem sie vor extremer Mittagshitze geschützt ist.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden muss zwingend kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffarm sein, da die Art ein Schwachzehrer (Mager) ist.
Feuchtigkeit: Achte auf einen trockenen Standort; die Pflanze ist an Wassermangel angepasst und verträgt keine Staunässe.
Bodenvorbereitung: Arbeite bei Bedarf Kalksplitt in die Erde ein, um die Durchlässigkeit und den Kalkgehalt zu erhöhen.
Pflege: Vermeide jegliche Düngung, da dies die lebensnotwendigen Wurzelpilze schädigen würde.
Pflanzpartner: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) ist eine ideale Nachbarin, da es die gleichen Bodenansprüche teilt und eine natürliche Standortgesellschaft bildet.
Die Spitzel-Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist eine charakteristische Art kalkreicher Gebirgsregionen und lichter Wälder. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder felsige Hänge auf basischem Untergrund. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die helmartig zusammengeschlossenen oberen Blütenblätter aus. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.29 m bleibt sie eine eher zierliche Erscheinung, die sich eng an die natürlichen Standortbedingungen der Kalkgebiete anpasst.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →