Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithogalum angustifolium
Auch bekannt als: Ornithogalum angustifolium
An den strahlend weißen Blütensternen mit dem markanten grünen Mittelstreifen auf der Außenseite lässt sich der Schmalblättrige Milchstern (Ornithogalum angustifolium) sofort erkennen. Er ist ein wertvoller Frühlingsbote im Garten, da er als Archäophyt – also eine Pflanze, die schon vor langer Zeit zu uns kam – perfekt in unsere heimische Natur passt. In Deutschland steht er bereits auf der Roten Liste, weshalb du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Besonders für die ersten Insekten im Jahr bietet er eine wichtige Nahrungsquelle nach dem Winter. Wenn du ihm ein ungestörtes Plätzchen im Rasen oder Beet gönnst, belohnt er dich jedes Jahr mit einer größeren Blütenpracht.
Ein seltener Stern für deinen Garten: Schütze eine bedrohte Art direkt vor deiner Tür.
Da der Schmalblättrige Milchstern zu den frühen Blühern zählt, ist er eine fundamentale Nahrungsquelle für Insekten, die bereits bei den ersten warmen Sonnenstrahlen aktiv werden. Als heimische Art ist er fester Bestandteil unserer Ökosysteme und wird vor allem von pollen- und nektarsuchenden Fluginsekten besucht. Da er in Deutschland auf der Roten Liste (Status D) geführt wird, ist jeder Bestand in Privatgärten eine wertvolle Trittstein-Biotope für den Erhalt der Art. Durch die Bildung von Tochterzwiebeln entstehen mit der Zeit dichte Teppiche, die den Boden im Frühjahr vor Austrocknung schützen.
Bitte beachte, dass der Schmalblättrige Milchstern als nicht kindersicher eingestuft wird, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, für den Menschen unverträglich sind. Bei Arbeiten an den Zwiebeln ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile von Haustieren verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort, idealerweise auf einer Rasenfläche, die erst spät gemäht wird.
Pflanze die Zwiebeln im Herbst (September bis November), bevor der erste Frost kommt.
Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 10 Zentimeter tief in einen nährstoffreichen, aber gut durchlässigen Boden.
Achte darauf, dass der Boden im Frühjahr gleichmäßig feucht ist, Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Lass das Laub nach der Blüte unbedingt stehen, bis es komplett vergilbt ist, damit die Zwiebel Kraft speichern kann.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, wenn der Boden gesund ist und die Pilzsymbiose funktioniert.
Die Vermehrung übernimmt die Pflanze durch Brutzwiebeln (kleine Tochterzwiebeln) oft ganz von allein.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie hat ähnliche Ansprüche und ergänzt das frühe Blütenbild hervorragend.
Der Schmalblättrige Milchstern gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist in Deutschland als indigen (einheimisch) eingestuft. Er besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Wiesen, Weinberge und lichte Obstgartenstandorte. Eine botanische Besonderheit ist seine Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), die ihm hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden aufzunehmen. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und zieht sich nach der Blüte im Frühsommer komplett in ihre Zwiebel zurück.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →