Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithogalum pyrenaicum
Auch bekannt als: Ornithogalum pyrenaicum, Pyrenäen-Vogelmilch, Weißer Ackerstern, Weiße Ackerzwiebel
6
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Pyrenäen-Milchstern (Ornithogalum pyrenaicum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine aufrechten, bis zu einem halben Meter hohen Blütentrauben mit den zierlichen, grünlich-weißen Sternblüten. Da diese Wildpflanze bei uns gefährdet ist (Rote Liste 3), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Besonders Hummeln wie die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) oder die Wiesenhummel (Bombus pratorum) profitieren im Frühsommer von seinem Nektar. Vielleicht hast du ja ein halbschattiges Plätzchen unter Gehölzen für diesen seltenen Naturschatz frei?
Ein 0,53 m hoher Geheimtipp: Schütze bedrohte Wildbienen mit diesem Naturschatz.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Pyrenäen-Milchstern eine wichtige Tankstelle für verschiedene Wildbienen. Vor allem die Waldhummel (Bombus sylvarum), die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) suchen die Blüten im Juni auf. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das Angebot intensiv. Mit einem Diasporengewicht von etwa 6,17 mg sind die Samen eher schwer, was zu einer Kurzdistanz-Ausbreitung im direkten Umkreis führt. Da die Art auf der Roten Liste steht, fungiert dein Garten als wichtiges Rückzugsgebiet für diese gefährdete Wildpflanze.
Der Pyrenäen-Milchstern ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Er sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt spielen. Im Falle eines Verzehrs kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.535 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise unter lichten Laubgehölzen.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber keine Staunässe bilden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer genügt ihm ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen / basischen Boden (Reaktion 7), gegebenenfalls mit etwas Kalksplitt nachhelfen.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht zuverlässig eine Höhe von 0.53 m.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Herbst (September bis November) oder im zeitigen Frühjahr (März bis Mai).
Pflege: Schneide die Blätter erst ab, wenn sie komplett gelb und vertrocknet sind, damit die Zwiebel die Nährstoffe speichern kann.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Böden und blüht als wichtige Bienenweide kurz vor dem Milchstern.
Der Pyrenäen-Milchstern gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind Waldränder und frische Gebüsche auf kalkhaltigen Standorten. Als krautige, nicht verholzende Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0.53 m und bildet charakteristische, breitblättrige Rosetten aus. Botanisch interessant ist seine Einordnung als AM-Mykorrhiza-Partner, was bedeutet, dass er eine Symbiose mit Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme eingeht.
1 Video zu Pyrenäen-Milchstern
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →