Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithopus sativus
Auch bekannt als: Ornithopus sativus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Echte Serradella (Ornithopus sativus) an ihren zierlichen, rosa-weißen Schmetterlingsblüten und den charakteristischen gefiederten Blättern. In deinem Garten ist dieser Hülsenfrüchtler ein echter Geheimtipp für magere, sandige Stellen, da er als Stickstoffsammler den Boden ganz natürlich verbessert. Davon profitieren nicht nur die Erde, sondern vor allem seltene Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) oder Bläulinge wie Polyommatus fulgens, die hier wertvollen Nektar finden. Auch für dich als Gärtner ist sie ein Gewinn, da sie dort wächst, wo andere Pflanzen längst aufgeben. Wenn du also eine robuste Pionierpflanze für sonnige Ecken suchst, ist sie die richtige Wahl.
Robuste Pionierpflanze: 0.45 m pure Lebenskraft für seltene Bläulinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Echte Serradella eine wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sowie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) fliegen die Blüten gezielt an. Auch die Gammaeule (Autographa gamma) nutzt das Angebot regelmäßig. Durch die Stickstoffanreicherung im Boden verbessert sie die Lebensbedingungen für nachfolgende Generationen heimischer Magerwiesen-Pflanzen. Ihre Samen reifen ab August und dienen durch das geringe Gewicht von etwa 3.27 mg als weiträumig verfügbare Nahrungsgrundlage, während die Pflanze gleichzeitig als Lebensraum für bodennahe Insekten fungiert.
Bitte beachte, dass die Echte Serradella in der Fachliteratur als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein direkter Verzehr sollte daher vermieden werden, was insbesondere bei Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren wichtig ist. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.453 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), da die Pflanze viel Wärme benötigt.
Der Boden sollte trocken (Feuchtewert 1) und eher sauer sein (Reaktionswert 3).
Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) gedeiht sie am besten auf mageren Böden; verzichte daher komplett auf Dünger.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte den Boden locker, damit die feinen Wurzeln sich gut ausbreiten können.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von 0.45 m und benötigt kaum Pflege, sobald sie etabliert ist.
Da die Samen sehr leicht sind (3.27 mg), breitet sie sich über Wind- oder Fernausbreitung selbstständig aus.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Böden und ergänzt die Serradella ökologisch perfekt.
Die Echte Serradella gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Als Neophyt (eine nach 1492 bei uns eingewanderte Art) hat sie sich besonders auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) etabliert. Charakteristisch ist ihr krautiger Wuchs ohne Verholzung, wobei sie eine präzise Wuchshöhe von 0.45 m erreicht. Botanisch interessant ist ihre Symbiose mit AM-Mykorrhiza (speziellen Bodenpilzen), die ihr das Überleben auf extrem nährstoffarmen Standorten ermöglichen.
1 Video zu Echte Serradella

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →