Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche alsatica
Auch bekannt als: Orobanche bartlingii
Artengruppe
An ihrem eigentümlichen, fast fremdartigen Wuchs ohne jedes Blattgrün lässt sich die Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica) sofort erkennen. Da sie kein Chlorophyll (Blattgrün zur Energiegewinnung) besitzt, lebt sie als Vollschmarotzer auf den Wurzeln anderer Pflanzen. In deinem Garten ist sie ein Zeichen für ein hervorragend funktionierendes Ökosystem und eine echte botanische Rarität. Da sie nach aktuellen Daten stark gefährdet ist, leistest du mit ihrem Erhalt einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Auch wenn sie keine Massenware ist, bereichert sie die Vielfalt deiner Magerstandorte enorm. Wenn du diese Pflanze bei dir entdeckst, hast du alles richtig gemacht – lass ihr einfach den Raum, den sie braucht.
Geheimnisvolle Überlebenskünstlerin: Ein seltener Schutzbefohlener für Kalkböden.
Die Elsässer Sommerwurz nimmt eine hochspezialisierte ökologische Nische ein. Als Vollschmarotzer ist sie untrennbar mit ihren Wirtspflanzen verbunden, was sie zu einem Indikator für sehr naturnahe, ungestörte Gartenbereiche macht. Während der Blütezeit von Juni bis Juli bietet sie Nektar für verschiedene Insekten an. Da sie keine grünen Blätter hat, ist sie keine typische Futterpflanze für Schmetterlingsraupen, fördert jedoch die mikrobielle Vielfalt im Boden durch ihre Interaktion mit dem Wurzelsystem der Wirte. Ihr Schutz steht im Vordergrund, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) geführt wird.
Die Elsässer Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Da sie keine herkömmliche Garten- oder Nutzpflanze ist, sollten Teile von ihr nicht verzehrt werden. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Aufgrund ihrer Seltenheit und ihres Schutzstatus sollte sie ohnehin nur betrachtet und nicht gepflückt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.316 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Wärme benötigt.
Boden: Der Untergrund muss unbedingt kalkhaltig (basisch) und nährstoffarm sein.
Feuchtigkeit: Ein mäßig frischer, eher trockener Boden ist ideal; Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Falls du sie ansiedeln möchtest, ist das Frühjahr (März bis Mai) geeignet, sofern die Wirtspflanze bereits etabliert ist.
Wuchshöhe: Plane mit genau 0,32 m Platzbedarf in der Höhe.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da sie als Schwachzehrer (Magerkeit liebend) an nährstoffarme Plätze angepasst ist.
Pflege: Die abgeblühten Stände über den Winter stehen lassen, damit die Samen ausreifen können.
Pflanzpartner: Hirschwurz (Peucedanum cervaria) – sie ist die lebensnotwendige Wirtspflanze, an deren Wurzeln die Sommerwurz andockt.
Die Elsässer Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Gebüsche auf kalkhaltigem Untergrund. Als krautige Pflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 0,32 m. Da sie nicht verholzt und keine grünen Blätter zur Photosynthese besitzt, wirkt sie oft wie eine skulpturale, bräunlich-gelbe Erscheinung im Beet. Morphologisch fallen besonders die röhrenförmigen Blüten auf, die in den Sommermonaten erscheinen.
1 Video zu Elsässer Sommerwurz (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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