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Orobanche caryophyllacea
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Auch bekannt als: Nelken-Sommerwurz, Labkrautsommerwurz
Du erkennst die Gewöhnliche Sommerwurz (Orobanche caryophyllacea) an ihrem rötlich-braunen, schuppigen Stängel, der völlig ohne grünes Blattwerk auskommt. Mit einer Wuchshöhe von 0,5 m wirkt die Pflanze in trockenen Wiesen fast wie eine exotische Orchidee. Da sie ein Vollschmarotzer (Pflanze ohne Blattgrün, die Nährstoffe von anderen bezieht) ist, stellt sie eine faszinierende Besonderheit für deinen Naturgarten dar. Die Art gilt nach aktuellen Daten als gefährdet (Rote Liste 3) und ist ein wertvoller Zeiger für ökologisch intakte Magerstandorte. Wenn du diese seltene Schönheit bei dir entdeckst, darfst du dich über einen ganz besonderen Beitrag zum Artenschutz freuen.
Seltene Kostbarkeit: Die chlorophyllfreie Schönheit für kalkreiche Magerrasen.
Als einheimische Art ist die Gewöhnliche Sommerwurz perfekt in unser regionales Ökosystem eingegliedert und trägt zur biologischen Vielfalt bei. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, ist ihr Erhalt im Garten ein direkter Beitrag zum Artenschutz. Sie fungiert als wichtige Indikatorpflanze, die einen hohen ökologischen Wert des Standorts anzeigt. Durch ihre spezialisierte Lebensweise als Holoparasit (Vollschmarotzer) beeinflusst sie die Konkurrenzverhältnisse in Magerwiesen auf natürliche Weise. Während ihrer Blütezeit in den Monaten Juni und Juli stellt sie ein interessantes Ziel für die lokale Insektenwelt dar, die an trockene Bedingungen angepasst ist.
Die Gewöhnliche Sommerwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie keine klassische Gartenpflanze ist und eine spezialisierte Biologie besitzt, sollte darauf geachtet werden, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Ein achtsamer Umgang am Standort wird empfohlen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,505 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Gewöhnliche Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch auffällig ist das vollständige Fehlen von Chlorophyll (Blattgrün), weshalb die Pflanze keine Photosynthese betreiben kann. Sie lebt als Holoparasit (Vollschmarotzer) und gewinnt ihre Lebensenergie ausschließlich über die Wurzeln benachbarter Wirtspflanzen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.