Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche elatior
Auch bekannt als: Hohe Sommerwurz
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Große Sommerwurz (Orobanche elatior) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren blassgelben bis rötlich-braunen Blütenständen, die völlig ohne grünes Blattwerk aus dem Boden ragen, wirkt sie fast wie eine Orchidee. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Gewinn, da sie als gefährdete Art der Roten Liste (Kategorie 3) gilt und spezialisierte Bestäuber wie die Ackerhummel (Bombus pascuorum) anzieht. Da sie keinen eigenen Blattfarbstoff besitzt, ist sie eine botanische Besonderheit, die jeden mageren Kalkstandort aufwertet. Wenn du einen sonnigen, nährstoffarmen Platz im Garten hast, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Botanische Rarität: Schütze eine gefährdete Schönheit auf deinem Kalkboden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Große Sommerwurz eine wichtige Nahrungsquelle für die Ackerhummel (Bombus pascuorum), die die Blüten im Hochsommer besucht. Die ökologische Bedeutung wird durch ihren Status auf der Roten Liste (Kategorie 3) unterstrichen, da sie auf spezialisierte, nährstoffarme Lebensräume angewiesen ist. Eine Besonderheit ist das Diasporengewicht von nur 0.005 mg pro Samen. Diese Leichtigkeit ermöglicht eine Fernausbreitung durch den Wind, wodurch die Pflanze auch isolierte, passende Lebensräume in der Landschaft erreichen kann. In deinem Garten fördert sie die Vielfalt auf Standorten, die für viele herkömmliche Gartenpflanzen zu nährstoffarm sind.
Die Große Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.297 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7), der mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Dünger ist absolut tabu.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), da die Art auf sauren Böden nicht gedeiht.
Feuchtigkeit: Der Platz sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe muss jedoch unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Einbringung ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November).
Pflege: Lasse die Pflanze nach der Blüte im Juli unbedingt stehen, damit die Samen ausreifen können.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über extrem leichte Diasporen (Samen), die durch den Wind verteilt werden.
Pflanzpartner: Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an Licht und Kalkboden stellt.
Die Große Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Sie ist in Mitteleuropa indigen (heimisch) und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen auf Kalk). Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.3 m und bildet keine grünen Blätter zur Photosynthese aus, was sie morphologisch unverwechselbar macht. Als Archäophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie seit Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Flora.
1 Video zu Große Sommerwurz
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →