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Phelipanche ramosa
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An ihrem verzweigten, gelblich-bräunlichen Stängel ganz ohne grünes Blattwerk lässt sich die Ästige Sommerwurz (Phelipanche ramosa) sofort erkennen. Da sie kein Blattgrün besitzt, lebt sie als Schmarotzer an den Wurzeln anderer Pflanzen und entzieht ihnen Nährstoffe. In deinem Naturgarten ist sie eine botanische Besonderheit, die nach aktuellen Bestäubungsdaten vor allem für spezialisierte Falter wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melitaea britomartis) von Bedeutung ist. Wenn du diese seltene Art bei dir entdeckst, kannst du stolz auf die ökologische Vielfalt in deinem Garten sein.
Geheimnisvolle Wurzelkünstlerin: Ein seltener Gast für echte Naturkenner.
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Diese Pflanze ist ökologisch hochinteressant, da sie als spezialisierter Parasit in ein komplexes Netzwerk eingebunden ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von ihrem Angebot. Zu den Besuchern zählen der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der seltene Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Auch der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) nutzt die Blüten als Nahrungsquelle. Da sie keine grünen Blätter besitzt, dient sie nicht als klassische Raupenfutterpflanze, bereichert aber das Blütenangebot an trockenen, warmen Standorten, die für viele Insekten überlebenswichtig sind.
Die Ästige Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Da sie Inhaltsstoffe enthalten kann, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildpflanzen besteht aufgrund ihres ungewöhnlichen, blattgrünfreien Aussehens jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Die Ästige Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Äcker, auf denen sie als Vollparasit ohne eigene Photosynthese wächst. Da sie kein Chlorophyll (Blattgrün) besitzt, sind ihre Blätter zu Schuppen reduziert. Der Name rührt von dem meist von der Basis an verzweigten Wuchs her, was sie von vielen anderen, meist unverzweigten Sommerwurz-Arten unterscheidet.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.