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Orobanche reticulata subsp. pallidiflora
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Auch bekannt als: Orobanche reticulata subsp. pallidiflora
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Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Hellblütige Distel-Sommerwurz (Orobanche reticulata subsp. pallidiflora) durch ihre bleichen, fast fleischfarbenen Blütenstände ohne jedes Blattgrün auf. Als Vollschmarotzer (Pflanze ohne Chlorophyll, die komplett von einer Wirtspflanze lebt) ist sie ein faszinierendes Wunder der Natur. Im Garten ist sie ein wertvoller Schatz für spezialisierte Falter wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Wenn du diese seltene Art förderst, leistest du einen echten Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt. Trau dich ruhig an diese botanische Besonderheit heran, um deinen Garten ökologisch aufzuwerten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Sommerwurz eine wichtige Nektarstation für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch der seltene Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) profitiert von ihrem Vorkommen in naturnahen Gärten. Da die Pflanze selbst keine grünen Blätter bildet, dient sie zwar nicht als Raupenfutterpflanze, ist aber als Nektarquelle im Biotopverbund (Vernetzung von Lebensräumen) unverzichtbar. Im Winter dienen die verholzten Stiele als Rückzugsort für kleine Insekten.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher mit Bedacht platziert werden. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht in ihrem typischen Lebensraum nicht. Dennoch empfiehlt es sich, nach dem Umgang mit der Pflanze die Hände zu waschen und Kinder zu beaufsichtigen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,382 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Hellblütige Distel-Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Sie ist in den kalkreichen Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt dort bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch auffällig ist der Verzicht auf Photosynthese (Energiegewinnung aus Sonnenlicht), weshalb die Pflanze keine grünen Blätter, sondern nur bräunliche Schuppenblätter besitzt. Sie lebt in einer engen Bindung mit AM-Mykorrhizapilzen (arbuskuläre Mykorrhizapilze, die eine Symbiose im Boden eingehen).
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.