Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche teucrii
Du erkennst die Gamander-Sommerwurz an ihren fleischigen, gelblich-braunen bis rötlich-violetten Blütenständen, die ganz ohne grünes Blattwerk aus der Erde emporwachsen. Da sie kein Blattgrün besitzt, lebt sie als faszinierender Vollschmarotzer an den Wurzeln von Gamander-Arten. In deinem Naturgarten ist sie ein echtes Prunkstück für trockene Kalkstandorte und ein Zeichen dafür, dass dein Boden ökologisch im Gleichgewicht ist. Mit dieser seltenen Art, die auf der Roten Liste steht, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schau genau hin, ob sich dieser botanische Gast auch in deinem Garten wohlfühlt.
Botanische Rarität: Die blattlose Schönheit für deinen sonnigen Kalkmagerrasen.
Die Gamander-Sommerwurz ist eine ökologische Besonderheit, da sie als Rote-Liste-Art (Stufe 3) als gefährdet eingestuft wird. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für eine sehr hohe Standortqualität und weist auf intakte Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) hin. Da sie vollkommen auf ihre Wirtspflanze angewiesen ist, fördert sie die Komplexität des ökologischen Gefüges in deinem Garten. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie ein unverzichtbarer Teil der regionalen Biodiversität. Sie bereichert die Pflanzenwelt an Standorten, die für viele andere Arten zu trocken und nährstoffarm sind.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Da keine spezifischen Vergiftungsdaten vorliegen, sollte vorsorglich darauf geachtet werden, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Ein verantwortungsbewusster Umgang im Naturgarten ist wie bei vielen Wildpflanzen ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.253 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8) für diese lichthungrige Art.
Boden: Der Untergrund muss extrem mager (Schwachzehrer) und stark kalkhaltig (Reaktionszahl 9) sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden trocken (Feuchtezahl 2); die Pflanze ist perfekt an Trockenheit angepasst.
Pflanzzeit: Setze die benötigten Wirtspflanzen vorzugsweise im Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November).
Platzierung: Da sie schmarotzt, muss sie in unmittelbarer Nähe zu Gamander-Beständen platziert werden.
Pflege: Vermeide jede Düngung, da Nährstoffe dem magerrasenliebenden Parasiten schaden.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du reichlich Kalkschotter oder Sand einmischen, um Drainage und Kalkgehalt zu erhöhen.
Gute Partnerin: Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys) — er dient als lebensnotwendige Wirtspflanze und teilt die Vorliebe für sonnige Kalkstandorte.
Die Gamander-Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in unseren Breiten eine indigene, also heimische Art. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo sie auf kalkhaltigem Untergrund gedeiht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.25 m bleibt sie eher kompakt und fällt durch ihre schuppenartigen Blätter auf, die keine Photosynthese betreiben können. Als spezialisierter Parasit ist sie ein hochinteressantes Studienobjekt für die Zusammenhänge in der heimischen Flora.
1 Video zu Gamander-Sommerwurz
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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