Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Frühjahr durch deinen Garten gehst, achte einmal gezielt auf die Mauerbienen. Die Gelbhorn-Mauerbiene (Osmia apicata) ist ein faszinierender Gast, den man bei genauem Hinsehen von den bekannteren Arten unterscheiden kann. Als Wildbiene baut sie ihre Nester in vorhandenen Hohlräumen, etwa in trockenen Stängeln oder Bohrlöchern in altem Holz. Da sie oligolektisch lebt – das bedeutet, sie ist bei der Wahl ihrer Futterpflanzen auf ganz bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert –, wirst du sie nur dort finden, wo ihr spezifisches Nahrungsangebot wächst. Sie ist eine eher unauffällige, aber wertvolle Bewohnerin, die sich durch ihre ruhige Art auszeichnet und völlig friedfertig ist.
Der Lebenszyklus der Gelbhorn-Mauerbiene ist eng an den Frühling gebunden. Die erwachsenen Tiere schlüpfen meist ab April, wenn ihre spezifischen Wirtspflanzen zu blühen beginnen. In der kurzen Flugzeit paaren sich die Bienen und die Weibchen legen in ihren Niströhren kleine Kammern aus Lehm oder pflanzlichem Material an. Darin entwickeln sich die Larven, die bis zum nächsten Frühjahr in ihren Kokons überwintern. Es ist ein jährlich wiederkehrendes Ereignis, das den Rhythmus deines Gartens im Frühjahr bereichert.
Wildbienen wie die Gelbhorn-Mauerbiene sind keine aggressiven Tiere. Sie besitzen zwar einen Stachel, nutzen diesen jedoch ausschließlich zur Verteidigung, wenn sie in die Enge getrieben werden. Da sie keine staatenbildenden Insekten mit einem Volk oder einem Honigvorrat sind, haben sie kein Interesse daran, ihr Nest aktiv zu verteidigen. Du kannst sie also völlig bedenkenlos in deinem Garten beobachten.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
oligolektisch
Generationen/Jahr
univoltin
Familie: Megachilidae (Bauchsammlerbienen) | Gattung: Osmia (Mauerbienen). Die Gelbhorn-Mauerbiene gehört zu der Gruppe der Bauchsammler, da die Weibchen den Blütenstaub an einer speziellen Bürste an der Unterseite ihres Hinterleibes sammeln, statt an den Beinen wie Honigbienen. Da sie auf den Pollen weniger, eng verwandter Pflanzenarten angewiesen ist, reagiert sie empfindlich auf Veränderungen im Nahrungsangebot in ihrer direkten Umgebung.
•SAFEGUARD Pollinator Traits — CC BY 4.0SAFEGUARD Pollinator Traits contributors (wild-bee release 2024-09-22; hoverfly release 2024-03-26).
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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