Bild folgtKI-generierte IllustrationOxybasis chenopodioides
Auch bekannt als: Salz-Rot-Gänsefuß, Dickblättriger Gänsefuß, Dickblatt-Gänsefuß
Auffällig sind bei der Salde vor allem die dicklichen, oft mehlig bestäubten Blätter und der markante, oft rötlich angelaufene Wuchs. Als heimische Spezialistin besiedelt sie in Deutschland und Österreich bevorzugt nährstoffreiche Stellen, die für viele andere Wildblumen zu gehaltvoll sind. In deinem Naturgarten übernimmt sie damit eine wichtige Funktion als Bodenfestiger auf offenen Bodenstellen. Da sie zu den Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae) gehört, bereichert sie die botanische Vielfalt deines Grundstücks abseits der klassischen Blütenpracht. Hast du in deinem Garten eine sonnige Ecke mit gutem Boden, in der du dieser eher seltenen Art ein Zuhause geben möchtest?
Robuste Spezialistin für sonnige und nährstoffreiche Gartenplätze.
Die Salde leistet als heimische Wildpflanze einen wertvollen Beitrag zur floristischen Diversität in Siedlungsräumen. Da für diese spezielle Art aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist vor allem ihre Rolle als Samenlieferant hervorzuheben. Viele heimische Vogelarten nutzen die energiereichen Samen der Fuchsschwanzgewächse als Nahrungsgrundlage. Durch ihre Vorliebe für stickstoffreiche Böden hilft sie zudem, offene Bodenstellen schnell zu schließen und so das Kleinklima am Boden zu verbessern. In einem naturnahen Garten fördert sie das natürliche Gleichgewicht auf nährstoffreichen Standorten.
Die Salde wird in der Datenbank als nicht kindersicher geführt. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, auch wenn keine akuten Giftwarnungen vorliegen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Lichtbedarf (Lichtwert 8): Wähle unbedingt einen vollsonnigen Standort mit viel direktem Licht über den Tag.
Bodenfeuchte (Feuchtewert 6): Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Nährstoffe (Nährstoffwert 8): Als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) benötigt sie einen sehr stickstoffreichen und fetten Boden.
Bodenbeschaffenheit (Reaktionswert 7): Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund ist für die Entwicklung ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Da die Art oft einjährig wächst, solltest du die verblühten Fruchtstände zur Selbstaussaat im Garten belassen.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 cm Abstand, damit sich die meist niederliegenden Triebe gut ausbreiten können.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) passt hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Nährstoffe stellt.
Die Salde (Oxybasis chenopodioides) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort natürliche Ruderalstellen (Schutt- und Unkrautfluren) sowie Uferbereiche. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre knäueligen, grünlichen Blütenstände und die oft niederliegende Wuchsform aus. Als Halophyt (Salzpflanze) ist sie zudem in der Lage, auf Standorten mit erhöhter Salzkonzentration zu überdauern, was sie zu einer robusten Pionierpflanze macht.
1 Video zu Salde
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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