Bild folgtKI-generierte IllustrationOxyria digyna
Auch bekannt als: Rumex digynus
1
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den nierenförmigen, leicht fleischigen Blättern und dem sehr niedrigen Wuchs lässt sich der Alpen-Säuerling (Oxyria digyna) sofort erkennen. Für deinen Garten ist er ein echter Gewinn, wenn du alpine Standorte nachempfinden möchtest, da er als Spezialist für kühle, steinige Plätze gilt. Er dient als wichtige Nektarquelle für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas), der die unscheinbaren Blüten gezielt ansteuert. Mit seinem kompakten Polster bringt er Struktur in kühle Gartenbereiche, in denen andere Pflanzen kaum gedeihen. Wenn du ein Liebhaber der Gebirgsflora bist, ist dieser robuste Überlebenskünstler genau das Richtige für dich. Hast du schon ein passendes, kühles Eckchen im Steingarten reserviert?
Alpiner Spezialist auf 10 Zentimetern: Ein kühler Logenplatz für Feuerfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
In der ökologischen Vernetzung spielt der Alpen-Säuerling eine besondere Rolle für spezialisierte Insekten wie den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas), der die Pflanze als Nektarquelle nutzt. Die Ausbreitungsstrategie der Art ist faszinierend: Mit einem sehr leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,6359 mg werden die Samen durch den Wind über weite Strecken getragen. Dies ermöglicht es der Pflanze, selbst isolierte Felsspalten im Garten neu zu besiedeln. Da sie auch an extrem kalten Standorten gedeiht, schließt sie eine ökologische Nische, die für die Biodiversität in Gebirgslagen entscheidend ist. Für Vögel bieten die kleinen Samen eine zusätzliche, wenn auch bescheidene Nahrungsquelle im Herbst.
Der Alpen-Säuerling wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Arten seiner Familie enthält er in den Blättern Oxalsäure, die bei Aufnahme größerer Mengen zu Unwohlsein führen kann. In Gärten, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen, solltest du die Pflanze daher eher an unzugänglichen Stellen im Steingarten platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne pro Tag erhält.
Ellenberg Feuchte 5: Halte den Boden stets frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Ellenberg Nährstoffe 3: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Magerkünstler); dünge sie nicht und verwende ein mineralisches Substrat.
Ellenberg Temperatur 2: Bevorzuge kühle Standorte im Garten, da die Art an alpine Kälte angepasst ist.
Boden: Sorge für eine hervorragende Drainage (Wasserabfluss) durch das Einmischen von reichlich Kies oder Splitt.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die verblühten Pflanzenteile können als natürlicher Winterschutz stehen bleiben.
Pflanzpartner: Die Weiße Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kühlen und kalkhaltigen Schuttstandorte bevorzugt.
Der Alpen-Säuerling (Oxyria digyna) ist ein Vertreter der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Gesteinsfluren und Schneetälchen (lange schneebedeckte Mulden), was ihn als Pionierpflanze auszeichnet. Die Pflanze erreicht lediglich eine Wuchshöhe von 0,1 m und wächst als ausdauerndes, nicht verholzendes Kraut. Typisch für die Gattung Oxyria sind die breitblättrigen, oft rötlich überlaufenen Blätter und die flachen, geflügelten Früchte, die perfekt an die Windausbreitung angepasst sind.
1 Video zu Alpen-Säuerling

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →