Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis jacquinii
Auch bekannt als: Berg-Fahnenwicke, Berg-Spitzkiel
An seinem winzigen, nur 7 Zentimeter hohen Wuchs und den blassgelben Blütenköpfen lässt sich der Gelbe Spitzkiel (Oxytropis jacquinii) sofort erkennen. Als Mitglied der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) ist er ein hochspezialisierter Bewohner unserer Gebirgsregionen, der perfekt an karge Verhältnisse angepasst ist. In deinem Garten bereichert er vor allem Steingärten oder Alpinarien auf kalkhaltigem Grund. Da er in Symbiose mit Bakterien lebt, kann er seinen Standort auf natürliche Weise mit Nährstoffen versorgen. Wenn du ein Herz für seltene alpine Überlebenskünstler hast, ist diese Pflanze ein faszinierendes Projekt für dich.
Alpiner Winzling: Mit nur 7 Zentimetern ein Gigant für kalkreiche Steingärten.
Dieser kleine Hülsenfrüchtler geht unter der Erde eine enge Gemeinschaft mit nützlichen Pilzen ein, der sogenannten AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), was seine Nährstoffaufnahme in kargen Böden optimiert. Seine Samen sind mit einem Gewicht von nur 3,14 Milligramm extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Da er zur Stickstoffbindung fähig ist, dient er in seinem speziellen Ökosystem als Pionierpflanze, die den Boden für andere Arten vorbereitet. Er besetzt damit eine ökologische Nische auf kalkreichen Standorten, die nur von wenigen Spezialisten genutzt werden kann. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten fehlen, ist er als Teil der alpinen Flora ein wichtiger Baustein der regionalen Biodiversität.
Der Gelbe Spitzkiel ist als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden, weshalb Vorsicht bei Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren geboten ist. Im Falle eines Verdachts auf eine Vergiftung wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.065 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung.
Boden (Ellenberg N2): Der Boden muss unbedingt mager und nährstoffarm sein; dünge die Pflanze niemals.
Kalk (Ellenberg R8): Verwende ein kalkhaltiges oder basisches Substrat, da die Art auf sauren Böden nicht gedeiht.
Feuchtigkeit (Ellenberg 4): Halte den Boden eher trocken bis mäßig frisch, Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
Pflanzung: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in gut durchlässigen Boden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Standortwahl die geringe Höhe von genau 0,07 m, damit sie nicht von Nachbarn überdeckt wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze krautig wächst und nicht verholzt.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) – es teilt die Vorliebe für kalkreiche, alpine Standorte und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Der Gelbe Spitzkiel gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Er ist in den Gebirgen Deutschlands und der Schweiz heimisch, wo er bevorzugt auf kalkhaltigen Stein- und Rasenflächen siedelt. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unpaarig gefiederten Blätter und den charakteristischen Spitzkiel der Blüte aus. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem alpine Lagen mit basenreichen Böden, was ihn zu einem typischen Vertreter der Hochgebirgsflora macht.
3 Videos zu Gelber Spitzkiel
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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