Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis montana
Auch bekannt als: Oxytropis montana
4
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Berg-Spitzkiel durch seine dichten, purpurroten Blütenstände auf, die wie kleine Edelsteine über den silbrig-behaarten, gefiederten Blättern thronen. In deinem Garten ist er ein wahrer Spezialist für trockene, sonnige Lagen, an denen andere Pflanzen längst aufgeben. Er ist ökologisch wertvoll, da er seltenen Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als wichtige Energiequelle dient. Wenn du einen Steingarten oder eine Kalkmagerwiese (nährstoffarme Wiese auf kalkhaltigem Boden) pflegst, ist diese Art ein Muss für den Artenschutz. Mit dieser Wahl zeigst du echtes Fingerspitzengefühl für die alpine Flora.
Alpines Juwel: Die exklusive Futterstelle für seltene Bläulinge in deinem Garten.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Berg-Spitzkiel eine unverzichtbare Futterpflanze für hochspezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sind auf diese Pflanze angewiesen. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) besucht die Blüten regelmäßig zur Nektaraufnahme. Da die Pflanze als Hülsenfrüchtler mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft bindet, verbessert sie auf ganz natürliche Weise die Bodenqualität für andere Magerkeitszeiger. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in deinem Garten-Biotop.
Der Berg-Spitzkiel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da viele Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler Giftstoffe enthalten können, solltest du vorsichtshalber den Kontakt mit Kleinkindern vermeiden. Falls Pflanzenteile verschluckt wurden, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, Ellenberg Lichtwert 10 bedeutet absolute Lichtbedürftigkeit ohne jede Beschattung.
Boden: Der Boden muss kalkhaltig (basisch) und sehr mager sein; mische bei Bedarf ordentlich Kalksplitt unter.
Feuchtigkeit: Halte den Bereich trocken. Staunässe verträgt die Pflanze überhaupt nicht.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da er als Schwachzehrer an karge Bedingungen angepasst ist.
Symbiose: Er geht eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose zur Nährstoffaufnahme) ein, was ihn sehr robust macht.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) — sie teilt die Vorliebe für Kalk und Sonne und ergänzt das alpine Flair perfekt.
Der Berg-Spitzkiel (Oxytropis montana) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eng mit den bekannteren Wicken verwandt. In Mitteleuropa findet man ihn natürlicherweise in den Alpen auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und in lichten Polsterseggenrasen. Er ist ein typischer Vertreter der alpinen Flora und bevorzugt Höhenlagen, kommt aber in sonnigen Gärten gut zurecht. Ein markantes Merkmal ist das Schiffchen der Blüte, das in eine kleine, namensgebende Spitze ausläuft, was ihn von den nah verwandten Tragant-Arten unterscheidet.
1 Video zu Berg-Spitzkiel

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →