Bild folgtKI-generierte IllustrationPaeonia officinalis
Auch bekannt als: Echte Pfingstrose, Gemeine Pfingstrose, Bauernpfingstrose
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt die Garten-Pfingstrose (Paeonia officinalis) durch ihre gewaltigen, meist purpurroten Schalenblueten und die tief eingeschnittenen, dunkelgruenen Blaetter auf. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Konstante, die vor allem Kaefern wie dem Hummelfliegenkäfer (Trichius fasciatus) und Nützlingen wie dem Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) einen Lebensraum bietet. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) steuert die Blueten in den fruehen Sommermonaten gezielt an. Da sie sehr langlebig ist, belohnt sie deine Standorttreue ueber Jahrzehnte hinweg. Wenn du ihr einen ungestoerten Platz gibst, machst du alles richtig fuer die Bestaendigkeit in deinem Garten.
Majestaetische Pracht mit 0.68 m Hoehe – die Kaefer-Tankstelle im Fruehsommer.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Insekten. Besonders der Hummelfliegenkäfer (Trichius fasciatus) nutzt die grossen Blueten intensiv als Weidegrund. Auch die Feldwespe (Polistes dominula) und die Honigbiene (Apis mellifera) werden regelmaessig beim Sammeln beobachtet. Auf den breiten Blaettern findet der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) oft Jagdgruende. Im Spaetsommer reifen die schweren Samen (105.6 mg), welche gelegentlich von der Amsel (Turdus merula) oder durch Kurzdistanz-Ausbreitung von Tieren weitergetragen werden. Damit unterstuetzt die Pfingstrose die lokale Artenvielfalt im Siedlungsraum.
Die Garten-Pfingstrose (Paeonia officinalis) wird als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile koennen bei Verzehr Reizungen und Unwohlsein hervorrufen, weshalb bei kleinen Kindern und Haustieren Vorsicht geboten ist. Ein respektvoller Umgang mit dieser traditionellen Gartenpflanze ist ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.68 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Waehle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 6); pralle Mittagssonne sollte vermieden werden.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne Staunaesse ist ideal fuer die Pfingstrose.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (maessig feucht), besonders waehrend der Knospenbildung.
Wuchshoehe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Hoehe von genau 0.68 m erreicht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflege: Schneide die Stauden im Spaetherbst bodennah ab, sobald das Laub eingezogen ist.
Ruhebedarf: Vermeide spaetere Umpflanzungen, da sie empfindlich auf Stoerungen der Wurzel reagiert.
Partner: Gute Nachbarin ist die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – sie ergaenzt die Pfingstrose oekologisch und optisch perfekt am halbschattigen Saum.
Die Garten-Pfingstrose (Paeonia officinalis) ist das namengebende Mitglied der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Obwohl sie als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingefuehrt wurde) gilt, ist sie in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz fest etabliert und weit verbreitet. Ihr naturlicher Lebensraum umfasst waermeliebende Waldraender und lichte Gebuesche. Als rein krautige Pflanze verholzt sie nicht, sondern zieht sich im Winter komplett in ihr Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) zurueck, um im Fruehjahr wieder kraftvoll auszutreiben.
3 Videos zu Garten-Pfingstrose



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →