Bild folgtKI-generierte IllustrationPaeonia officinalis subsp. officinalis
Wer die Garten-Pfingstrose (Paeonia officinalis subsp. officinalis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren gewaltigen, meist dunkelroten Schalenblüten und den tief eingeschnittenen, dunkelgrünen Blättern ist sie eine imposante Erscheinung. Im Naturgarten ist diese Staude besonders wertvoll, da sie in Deutschland und der Schweiz heimisch ist und perfekt an unsere kalkreichen Bergregionen angepasst ist. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, lockt die offene Blütenform häufig pollenfressende Käfer und verschiedene Hummelarten an. Sie wächst als kräftiges Kraut und erreicht eine Höhe von genau 0.68 m. Wenn du einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit eher trockenem, kalkhaltigem Boden hast, wird sie dir über Jahrzehnte treu bleiben.
Kalkliebende Bergkönigin: Heimische Blütenpracht auf genau 0.68 m Höhe.
Nach aktuellen Beobachtungen spielt die Garten-Pfingstrose eine wichtige Rolle in kalkgeprägten Ökosystemen Deutschlands und der Schweiz. Da sie heimisch ist, bietet sie eine vertraute Anlaufstelle für lokale Bestäubergruppen wie Hummeln und Käfer, die den leicht zugänglichen Pollen in den großen Blüten nutzen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt aufgrund ihres Gewichts von 105.6 mg vorwiegend über kurze Distanzen, wobei auch eine Verfrachtung durch bodenbewohnende Tiere möglich ist. Als langlebige Staude bietet sie über viele Jahre Struktur im Garten und trägt zur Stabilisierung der bodennahen Biodiversität bei. Da sie keine invasiven Tendenzen zeigt, ist sie eine sichere Wahl für den ökologisch bewussten Gärtner.
Bitte beachte, dass die Garten-Pfingstrose nicht kindersicher ist, da sie in allen Pflanzenteilen als giftig eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.68 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 5), da sie dort am besten gedeiht.
Boden: Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 3) und einen normalen Nährstoffgehalt aufweisen (Mittelzehrer).
Kalkbedarf: Achte auf einen kalkhaltigen bis basischen Boden (Reaktionswert 8), notfalls kannst du mit Gartenkalk nachhelfen.
Wuchshöhe: Plane im Beet einen Platz für eine Höhe von genau 0.68 m ein.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November) in die Erde.
Pflanztiefe: Achte darauf, sie nicht zu tief zu pflanzen; die Knospen am Wurzelstock sollten nur maximal 3 cm mit Erde bedeckt sein.
Pflege: Schneide die Stängel im späten Herbst bodennah ab, sobald das Laub eingezogen ist.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über ihre 105.6 mg schweren Samen nur über kurze Distanzen selbst aus.
Gute Partnerin: Die Rispige Graslilie (Anthericum ramosum) — sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt die Pfingstrose ökologisch ideal.
Die Garten-Pfingstrose gehört zur Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) und ist in den Bergregionen Deutschlands und der Schweiz verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem lichte Bergwälder und Kalkschutthalden, was sie als Kalkzeiger ausweist (Reaktionswert 8). Als krautige Pflanze verholzt sie nicht, sondern zieht sich im Winter vollständig in ihren Wurzelstock zurück. Man erkennt sie an ihren breitblättrigen, fiederteiligen Blättern und den schweren Samen (Diasporen), die ein Gewicht von 105.6 mg erreichen können.
3 Videos zu Garten-Pfingstrose
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →