Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver alpinum
Auch bekannt als: Weißer Alpenmohn, Papaver alpinum
3
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Alpen-Mohn (Papaver alpinum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen zarten, seidigen Blütenblättern auf den fein behaarten Stielen wirkt er wie ein fragiles Kunstwerk zwischen Steinen. In deinem Garten ist dieser Spezialist besonders wertvoll, da er nach aktuellen Daten als wichtige Nahrungsquelle für den seltenen Schwarzapoll (Parnassius mnemosyne) dient. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Standort mit kalkreichem Boden bietest, wird er dich jedes Jahr aufs Neue mit seiner alpinen Eleganz begeistern.
Zartes Gebirgsjuwel mit 0,14 m Höhe: Ein gefährdeter Schatz für Kalk-Steingärten.
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Der Alpen-Mohn spielt eine spezifische Rolle im Ökosystem der Gebirgslagen und Steingärten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine lebenswichtige Ressource für den Schwarzapoll (Parnassius mnemosyne), einen seltenen Schmetterling, der die Blüten gezielt aufsucht. Auch wenn keine Nektarmengen in Mikrolitern vorliegen, zeigt die Bindung an diesen Falter die hohe Spezialisierung. Die Samen sind mit nur 0,18 mg extrem leicht und werden durch den Wind verbreitet, was sie zu einer potenziellen Nahrungsquelle für kleine Vögel macht, die im Winter in Steinstrukturen nach Futter suchen. Durch seine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) trägt er zudem zur Stabilisierung der Bodenbiologie an kargen Standorten bei.
Der Alpen-Mohn ist als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile mohnspezifische Alkaloide enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte besonders bei Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren auf den Standort. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.144 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), an dem die Pflanze den ganzen Tag direktes Licht erhält.
Boden: Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Mische bei Bedarf reichlich Kalksplitt unter, da die Art basische Bedingungen (Reaktionswert 8) liebt.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch, also mäßig feucht (Feuchtwert 4), aber achte zwingend auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Abstand: Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 cm ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch ihre sehr leichten Samen (0,18 mg) selbst über den Wind (Fernausbreitung).
Pflege: Schneide Verblühtes nicht sofort ab, wenn du eine Selbstaussaat wünscht. Im Winter ist kein zusätzlicher Schutz nötig, da er Kälte (Temperaturwert 2) gewohnt ist.
Pflanzpartner: Das Gewöhnliche Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) ist ein idealer Nachbar, da es dieselben kalkreichen und sonnigen Magerstandorte bevorzugt.
Der Alpen-Mohn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ursprünglich in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet ist. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt er in der Natur vor allem Schuttfluren und Felsspalten auf kalkhaltigem Untergrund. Typisch für diesen Archäophyten (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder hier heimisch ist) ist die bodenständige Blattrosette aus fiederteiligen, bläulich-grünen Blättern. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,14 m bleibt er kompakt und ist perfekt an die extremen Bedingungen karger Hochlagen angepasst.
1 Video zu Alpen-Mohn

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →