Bild folgtKI-generierte IllustrationParthenocissus tricuspidata
Auch bekannt als: Veitschi, Veitschrebe, Dreispitzige Jungfernrebe, Mauerkatze
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren charakteristischen dreilappigen Blättern, die im Herbst in ein tiefes Scharlachrot umschlagen, lässt sich die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) sofort erkennen. In deinem Naturgarten erfüllt dieser Kletterkünstler eine wichtige Funktion als Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter. Die Raupen des imposanten Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor) und der Weißen Tiger-Motte (Spilosoma lutea) nutzen das Laub als lebensnotwendige Nahrungsquelle. Da die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft wird, solltest du sie mit Bedacht platzieren. So schaffst du wertvollen Lebensraum an bisher ungenutzten Fassaden.
Flammendes Herbstlaub und Kinderstube für den Mittleren Weinschwärmer.
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Die ökologische Bedeutung dieser Kletterpflanze konzentriert sich auf ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für prachtvolle Nachtfalter. Nach aktuellen Daten ist sie eine lebenswichtige Nahrungsquelle für die Raupen des Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor) und der Weißen Tiger-Motte (Spilosoma lutea). Durch den dichten, dachziegelartigen Wuchs der Blätter entstehen zudem geschützte Nistplätze für heimische Vögel. Im Spätherbst und Winter bieten die blauschwarzen Beeren eine wertvolle Energiereserve für Vögel, wenn andere Beerensträucher bereits leergefressen sind. So verwandelst du eine kahle Wand in ein vertikales Ökosystem.
Die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) wird als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die dunklen Beeren, sind giftig und können bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Achte darauf, dass keine Verwechslung mit essbaren Tafeltrauben erfolgt, und informiere Kinder über die Unverdaulichkeit der Früchte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
13.13 m
Standort: Bevorzuge sonnige bis halbschattige Lagen; je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto intensiver leuchtet die rote Herbstfärbung.
Boden: Sie benötigt nährstoffreiche, tiefgründige Böden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit, kommt aber mit normaler Gartenerde gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Reben von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Ein jährlicher Rückschnitt ist ratsam, um Fenster, Dachrinnen und Blitzableiter vor dem starken Zuwachs freizuhalten.
Vermehrung: Die Vermehrung ist unkompliziert über Steckholz (unbewurzelte, verholzte Zweigstücke im Winter) oder sommerliche Stecklinge möglich.
Kombination: Eine gute Partnerin für den Fuß der Mauer ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide Arten teilen sich gerne den frischen Boden, wobei die Erdbeere von dem Schatten profitiert, den das dichte Laub der Jungfernrebe im Wurzelbereich spendet.
Die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und ist im Raum Österreich heimisch. Sie zeichnet sich durch ihre Kletterstrategie mittels Haftscheiben (kleine, scheibenförmige Organe an den Rankenspitzen, die wie Saugfüße wirken) aus. Im Gegensatz zu anderen Kletterpflanzen benötigt sie daher kein separates Gerüst. Die Pflanze ist eine verholzende Liane, die im Laufe der Jahre eine beachtliche Biomasse und dicke Stämme entwickeln kann, während die Blattform meist namensgebend dreispitzig erscheint.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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