Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis palustris subsp. palustris
Auch bekannt als: Pedicularis palustris subsp. palustris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris) durch seine markanten, purpurrosa Blütenlippen und die fein gefiederten, fast farnartigen Blätter auf. Für Deinen Naturgarten ist diese Art ein echter Glücksfall, da sie auf der Roten Liste (Stufe 2) als stark gefährdet geführt wird. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) profitieren von ihrem Vorkommen. Mit ihrer Hilfe unterstützt Du aktiv den Erhalt einer hochspezialisierten Flora. Wenn Du einen feuchten Bereich im Garten hast, kannst Du hier zum echten Artenschützer werden.
Stark gefährdeter Scheckenfalter-Magnet: Artenschutz auf 0.28 m Höhe.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sumpf-Läusekraut eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Tagfalter. Zu den Hauptnutzern zählen der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Durch seine Lebensweise als Halbschmarotzer dämpft es das Wachstum dominanter Gräser, wodurch kleineren Kräutern mehr Licht und Raum geboten wird. Die winzigen Samen dienen zudem als Nahrung für spezialisierte Insektenarten. Mit seinem leichten Diasporengewicht von 1.2311 mg setzt die Pflanze auf Windausbreitung, um neue Lücken im Gartenbiotop zu besiedeln.
Das Sumpf-Läusekraut ist ausdrücklich als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Sommerwurzgewächse enthält es Stoffe, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verschlucken. Im Notfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.282 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht zum Gedeihen benötigt.
Ellenberg Feuchte 7: Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist die Sumpfzone eines Teichs.
Ellenberg Nährstoffe 2: Pflanze sie in mageren Boden (Schwachzehrer). Zu viel Dünger schadet ihr und fördert konkurrenzstarke Gräser.
Bodenbeschaffenheit: Der Untergrund sollte neutral bis schwach sauer (Reaktion 6) und kalkarm sein.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Wuchshöhe: Plane mit einer exakten Höhe von 0.28 m.
Pflege: Da sie zweijährig ist, darfst Du die verblühten Stängel im August nicht abschneiden, damit die leichten Samen (1.2311 mg) ausreifen und sich versamen können.
Gute Partnerin: Das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es teilt die Vorliebe für nasse, nährstoffarme Standorte und bietet einen schönen optischen Kontrast.
Das Sumpf-Läusekraut gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Es ist eine indigene (einheimische) Pflanze, die in Deutschland vor allem in Niedermooren und auf kalkarmen Feuchtwiesen vorkommt. Morphologisch ist es als Halbschmarotzer (Hemiparasit) besonders interessant: Es entzieht benachbarten Gräsern über Saugorgane an den Wurzeln Wasser und Nährstoffe, betreibt aber selbst Photosynthese. Mit einer festen Wuchshöhe von 0.28 m bleibt die krautige Pflanze recht zierlich und bildet im ersten Jahr oft nur eine Grundrosette aus.
3 Videos zu Sumpf-Läusekraut
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →