Bild folgtKI-generierte IllustrationPersicaria amphibia
Auch bekannt als: persicaire amphibie
31
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Wasser-Knöterich (Persicaria amphibia) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze zeigt sich entweder mit glänzenden Schwimmblättern auf dem Teich oder mit aufrechten, lanzettlichen Blättern an Land, gekrönt von dichten, schmalen rosa Blütenähren. Diese Wandlungsfähigkeit macht ihn zu einem ökologischen Allrounder, der sowohl Wasser- als auch Landinsekten wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) magisch anzieht. Besonders für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) bietet er eine zuverlässige Nahrungsquelle in feuchten Gartenbereichen. Wenn du einen Teichrand oder eine Sumpfzone hast, ist diese heimische Art eine Bereicherung für deine Artenvielfalt.
Der Verwandlungskünstler für Teich und Garten: Rosa Blütenpracht für Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Wasser-Knöterich eine wertvolle Nahrungsquelle für spezialisierte Fluginsekten. Zu den regelmäßigen Besuchern gehören bekannte Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Auch die Amerikanische Mauerwespe (Isodontia mexicana) wird häufig an den nektarreichen Ähren gesichtet. Durch seine dichten Bestände im Flachwasser bietet er zudem Schutzräume für Wasserinsekten und Amphibienlarven. Die im Spätherbst reifenden Samen stellen eine wichtige Futterquelle für Vögel dar, weshalb du die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen lassen solltest.
Der Wasser-Knöterich wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Verzehr größerer Mengen Unwohlsein auslösen kann. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten. Dennoch sollten Gartenbesitzer mit kleinen Kindern oder Haustieren darauf achten, dass die Pflanze nicht als Spielzeug oder Futter missbraucht wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Standort: Platziere den Knöterich an einem vollsonnigen Platz, damit er seine volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (benötigt mäßig nährstoffreichen Boden) und liebt feuchte bis nasse Bedingungen.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Wassertiefe: Die Wasserform gedeiht am besten bei einer Tiefe von 10 bis 60 Zentimetern.
Pflege: Die Pflanze ist robust und benötigt kaum Dünger; bei zu starker Ausbreitung kannst du die Rhizome (unterirdische Kriechsprossen) im Frühjahr einfach einkürzen.
Vermehrung: Eine Teilung der Wurzelstöcke im März ist die einfachste Methode.
Kombination: Gute Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und bilden zusammen ein stabiles Uferökosystem, das verschiedenen Insekten Deckung bietet.
Der Wasser-Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Er besiedelt als Amphiphyt (Pflanze, die sowohl im Wasser als auch an Land leben kann) bevorzugt Uferzonen und stehende Gewässer. Eine Besonderheit ist seine Heterophyllie (Verschiedenblättrigkeit): Die Wasserform besitzt langgestielte Schwimmblätter, während die Landform behaarte, aufrechte Stängel ausbildet. Er ist weit verbreitet und gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
3 Videos zu Wasser-Knöterich



19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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