Bild folgtKI-generierte IllustrationPersicaria lapathifolia subsp. lapathifolia
Auch bekannt als: Persicaria lapathifolia subsp. lapathifolia
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Ampfer-Knöterich (Persicaria lapathifolia subsp. lapathifolia) an seinen aufrechten, oft rötlich überlaufenen Stängeln und den dichten, zylindrischen Scheinähren (Blütenstände, bei denen die Blüten dicht am Stiel sitzen), die meist grünlich-weiß oder blassrosa gefärbt sind. Für den Naturgarten ist er eine wertvolle Ergänzung, da er spezialisierten Faltern wie dem Arktischen Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) als Nahrungsquelle dient. Auch die Frigga-Perlmuttfalter (Boloria frigga) profitieren von seinem Vorkommen. Wenn du eine Stelle mit nährstoffreichem Boden hast, an der sich andere Pflanzen schwertun, ist dieser Knöterich ein wunderbarer Lückenfüller. Du wirst sehen, wie schnell er sich an einem passenden Platz etabliert.
Nährstoff-Spezialist und Lebensgrundlage für seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ampfer-Knöterich eine wichtige Station für Perlmuttfalter-Arten. Konkret profitieren der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), der Frigga-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und Boloria angarensis von den Blüten. Die leichten Samen dienen im Winter verschiedenen Vögeln als Nahrungsgrundlage. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ist die Pflanze eng in das unterirdische Netzwerk des Gartens eingebunden und fördert so die allgemeine Bodengesundheit in nährstoffreichen Bereichen.
Der Ampfer-Knöterich wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Unfalls oder bei Vergiftungserscheinungen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.595 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), an dem die Pflanze ausreichend Licht bekommt.
Boden: Er benötigt einen Starkzehrer-Boden (Ellenberg Nährstoff 8). Achte auf eine sehr nährstoffreiche, fette Erde.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Ellenberg Feuchte 6) sein; längere Trockenheit verträgt er nicht gut.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0.6 m, plane daher ausreichend Platz ein.
Vermehrung: Er verbreitet sich über seine 1,6 mg leichten Diasporen (Samen) durch Wind- oder Fernausbreitung.
Pflege: Da er einjährig ist, solltest du die verblühten Stände über den Winter stehen lassen, damit er sich versamen kann.
Pflanzpartner: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) ist ein idealer Partner, da er ähnliche Ansprüche an Feuchtigkeit und Nährstoffe stellt.
Der Ampfer-Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland als indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits im Altertum zu uns kam) eingestuft. Er besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Ufersäume, Gräben und Ruderalstellen (unbebaute Rohbodenflächen). Botanisch auffällig sind seine breitlänglichen Blätter mit einer Fläche von etwa 3782 mm² und die Ochrea (eine röhrige Scheide an den Stängelknoten), die typisch für diese Gattung ist. Die Pflanze ist einjährig und bildet keine verholzten Teile aus.
1 Video zu Ampfer-Knöterich

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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