Bild folgtKI-generierte IllustrationPetrocallis pyrenaica
Auch bekannt als: Steinschmückel
Wer den Pyrenäen-Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er bildet dichte, polsterartige Matten, die kaum 0,04 m hoch werden und im Frühsommer von hellvioletten Blüten übersät sind. Als alpine Spezialistin ist diese Art perfekt an das Überleben in kargen Felsritzen angepasst. Sie bereichert deinen Garten vor allem dort, wo andere Pflanzen aufgrund extremer Standorte aufgeben. In der Natur dient sie verschiedenen Gebirgsinsekten als wichtige Nektarquelle während der kurzen Sommermonate. Wenn du einen Steingarten oder Pflanztröge besitzt, ist dieser kleine Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
0,04 Meter geballte Alpenkraft für deine sonnigsten Kalksteinfugen.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Pyrenäen-Steinschmückel eine wertvolle Nektarquelle für die spezialisierte Insektenwelt des Hochgebirges. Da er in Regionen vorkommt, in denen die Vegetationsperiode kurz ist, bietet er seine Ressourcen konzentriert im Juni und Juli an. Er besetzt ökologische Nischen in Felsspalten, die für die meisten anderen Pflanzenarten unbewohnbar sind. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), die ihr helfen, lebensnotwendige Mineralstoffe aus dem nackten Gestein aufzunehmen. Als indigen (einheimisch) eingestufte Art ist er ein wichtiger Baustein für die alpine Biodiversität.
Beachte bitte, dass der Pyrenäen-Steinschmückel laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze an Standorten zu platzieren, die für Kleinkinder schwer erreichbar sind, wie etwa in erhöhten Mauerspalten oder Steintrögen. Im Falle eines Falles ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.037 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit Ellenberg Licht 8: Er benötigt volle Sonne, idealerweise mindestens 6 Stunden direkte Einstrahlung täglich.
Achte auf die Temperatur: Da er kühlere Lagen (Temperaturzahl 2) gewohnt ist, sollte der Platz nicht hitzestauend sein.
Bereite einen mageren Boden vor: Als Schwachzehrer benötigt er ein Substrat mit sehr wenigen Nährstoffen.
Sorge für eine gute Drainage: Mische Kalksplitt oder Schotter unter, um Staunässe zu vermeiden.
Achte auf die Bodenreaktion: Die Erde muss kalkhaltig / basisch (einen pH-Wert über 7 aufweisend) sein.
Halte eine mäßige Feuchtigkeit (Feuchtezahl 4): Er mag es frisch, darf aber niemals im Wasser stehen.
Pflanze ihn im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September bis zum Frost).
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) – sie ist ebenfalls kalkliebend und ergänzt die polsterartige Wuchsform in alpinen Steingärten.
Der Pyrenäen-Steinschmückel gehört zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales) und der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wo er bevorzugt in der alpinen Stufe (Regionen oberhalb der Baumgrenze) wächst. Sein typischer Lebensraum sind kalkhaltige Felsspalten und Felsschuttfluren. Morphologisch zeichnet er sich durch seine extrem niedrige Wuchsform und die kleinen, breitblättrigen Rosetten aus, die dichte Polster formen.
1 Video zu Pyrenäen-Steinschmückel
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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