Bild folgtKI-generierte IllustrationPetrosedum forsterianum
Auch bekannt als: Petrosedum forsterianum
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An ihren blaugrünen, nadelartigen Blättern, die dichte Rosetten an den Triebspitzen bilden, lässt sich die Felsen-Fetthenne (Petrosedum forsterianum) sofort erkennen. Diese sukkulente (wasserspeichernde) Staude ist eine Spezialistin für Extremstandorte und damit ein wichtiger Baustein für naturnahe Gärten. Besonders wertvoll ist sie als Nektarquelle für gefährdete Falter wie den Roten Apollo (Parnassius apollo) und als Weide für die Wiesenhummel (Bombus pratorum). Wenn du eine sonnige Trockenmauer oder ein Kiesbeet hast, bietest du mit ihr wertvollen Lebensraum auf kleinstem Raum. Sie ist eine robuste Wahl für jeden, der wenig gießen möchte.
Überlebenskünstlerin für Sonnenplätze und Tankstelle für den Roten Apollo.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Felsen-Fetthenne eine wichtige Tankstelle für hochspezialisierte Insekten. Vor allem die seltenen Falter Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und Roter Apollo (Parnassius apollo) fliegen die gelben Blüten gezielt an. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) nutzt das Angebot an Nektar und Pollen intensiv. Durch die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze) trägt die Pflanze zur Stabilität des Bodenmikrobioms bei. Im Winter bieten die vertrockneten Blütenstände einen gewissen Strukturreichtum, der Kleinstlebewesen als Versteck dient.
Die Felsen-Fetthenne ist als nicht kindersicher eingestuft. Da sie wie viele Dickblattgewächse schwach giftige Inhaltsstoffe enthalten kann, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen heimischen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen Wuchsform jedoch unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Damit die Felsen-Fetthenne in deinem Garten gedeiht, beachte bitte diese Hinweise:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz. Sie benötigt viel Licht, um ihre kompakte Form zu behalten.
Boden: Er muss sehr durchlässig und eher nährstoffarm sein. Sandige oder kiesige Erde ist ideal, um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Pflanzzeit: Die besten Zeitfenster sind von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Gießen ist nur bei extremer, wochenlanger Trockenheit nötig. Dünger schadet der Standfestigkeit mehr, als er nutzt.
Vermehrung: Du kannst einfach Triebe abbrechen und an einer neuen Stelle in die Erde drücken – sie wurzeln meist problemlos an.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides). Beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Felsen-Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Silikatfelsen und sonnige Steinhaufen im Bergland. Ein typisches Merkmal sind die sterilen Triebe, deren Blätter sich an der Spitze schopfartig häufen, während die blühenden Triebe aufrecht in gelben Trugdolden (Blütenstände, deren Seitenäste die Hauptachse überragen) enden. Sie geht eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was ihr hilft, an kargen Standorten Phosphat aufzunehmen.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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