
Peucedanum officinale
Auch bekannt als: Arznei-Haarstrang
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Echte Haarstrang durch seine stattliche Erscheinung und die fein zerteilten, fast haarfeinen Blätter auf. Mit seinen gelblichen Blütendolden ist er ein seltener Gast, der auf der Roten Liste steht und in Ihrem Naturgarten eine wertvolle Schutzfunktion übernimmt. Er dient als lebenswichtige Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und die spezialisierte Motte (Gortyna borelii lunata). Auch seltene Wildbienen wie die Gehörnte Maskenbiene (Hylaeus cornutus) finden hier verlässliche Nahrung. Wenn Sie einen sonnigen, eher mageren Platz frei haben, können Sie mit dieser Pflanze aktiv zum Erhalt einer bedrohten Art beitragen.
Seltener Überlebenskünstler und Leibspeise für den prächtigen Schwalbenschwanz.
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Diese Pflanze ist eine tragende Säule für die lokale Artenvielfalt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie die Hauptnahrungsquelle für die Raupen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) und der seltenen Gortyna borelii lunata. Die offenen Doldenblüten werden von spezialisierten Bestäubern wie der Gehörnten Maskenbiene (Hylaeus cornutus) und der Rotbeinigen Körbchensandbiene (Andrena erythrogaster) intensiv genutzt. Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die nur 4,66 mg wiegen, werden im Herbst vom Wind verteilt und dienen als winterliches Nahrungsangebot. Da die Blütezeit von Juli bis September reicht, bietet der Haarstrang wertvollen Nektar in der oft blütenarmen Hochsommerzeit.
Der Echte Haarstrang wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Doldenblütler kann er bei Berührung in Kombination mit Sonnenlicht Hautreizungen auslösen. Bei Kontakt mit den Pflanzensäften oder bei Verschlucken erhalten Sie professionelle Hilfe unter der Nummer des Giftnotrufs 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.08 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wählen Sie einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Pracht entfalten kann.
Der Boden sollte eher nährstoffarm und mager sein (Schwachzehrer), da zu viel Dünger die Standfestigkeit beeinträchtigt.
Achten Sie auf eine moderate Feuchtigkeit bis Trockenheit; Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Planen Sie ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Wuchshöhe von 1,08 m erreicht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Da er eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, ist ein gesundes Bodenleben vorteilhaft.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, damit Insekten in den hohlen Stängeln überwintern können.
Gute Partnerin: Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – sie liebt ebenfalls sonnige Magerstandorte und ergänzt die ökologische Nische hervorragend.
Der Echte Haarstrang (Peucedanum officinale) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt vorzugsweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Gebüschränder. Typisch für diesen Doldenblütler ist sein krautiger Wuchs und die beachtliche Wuchshöhe von genau 1,08 m. Die breitblättrigen, aber tief geschlitzten Blätter verleihen ihm ein filigranes Aussehen. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst, gilt jedoch aufgrund von Lebensraumverlusten als gefährdet (Rote Liste 3).
2 Videos zu Echter Haarstrang


2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1721797750
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