Bild folgtKI-generierte IllustrationPhilodromus collinus C.L.Koch, 1835
Der Kiefernflachstrecker (Philodromus collinus) ist ein flinker Jäger mit einem flachen Körperbau, der ohne den Bau von Fangnetzen auskommt. Du erkennst die Art an ihrer bräunlichen Tarnfärbung, mit der sie auf der Rinde von Gehölzen nahezu unsichtbar wird. Anstatt auf Beute im Netz zu warten, streift dieser aktive Jäger durch die Baumkronen und Sträucher deines Gartens. In der kalten Jahreszeit wie jetzt im Februar hält sich das Tier meist in geschützten Spalten oder unter Borkenschuppen auf. Als nützlicher Mitbewohner vertilgt die Spinne eine Vielzahl kleiner Insekten und trägt so zur biologischen Schädlingsregulierung bei. Du profitierst von ihr besonders, da sie Blattläuse und andere Kleinstinsekten in Schach hält, ohne dass du eingreifen musst. Im Garten ist es hilfreich, wenn du alte Bäume und Sträucher nicht zu penibel reinigst, damit Rückzugsorte erhalten bleiben. Lass beim Rückschnitt ruhig einige Astquirle stehen, die als Versteck dienen können. Solche naturnahen Strukturen fördern die Artenvielfalt und unterstützen die nützlichen Jäger bei der Überwinterung. Du wirst sehen, dass ein strukturreicher Garten ganz von allein ein gesundes Gleichgewicht findet.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und scheu. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind viel zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen, weshalb kein Grund zur Sorge besteht. Du kannst sie bedenkenlos in deinem Garten gewähren lassen.
Der Kiefernflachstrecker gehört zur Familie der Laufspinnen (Philodromidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, weit verbreitet und heimisch. Als aktiver Jäger verzichtet sie auf den Bau von Radnetzen (kreisrunde Spinnennetze) und nutzt ihre Schnelligkeit zur Erbeutung von Nahrung in der Kraut- und Strauchschicht. Der Körperbau ist charakteristisch flach an das Leben auf Rindenoberflächen angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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