Bild folgtKI-generierte IllustrationPhippsia algida
Auch bekannt als: Phippsia algida
An ihrem extrem niedrigen, büschelartigen Wuchs und den kurzen, rispigen Blütenständen lässt sich die Eiskolbe (Phippsia algida) sofort erkennen. Dieses seltene Süßgras ist eine Spezialistin für kühle, feuchte Standorte und bringt die Atmosphäre hochalpiner Regionen in deinen Garten. Da sie in der Natur oft in Schneetälchen (lang schneebedeckte Mulden) vorkommt, ist sie ideal für spezialisierte Steingärten oder Alpinum-Beete geeignet. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Daten zu Insektenbesuchen vorliegen, bereichert sie die Strukturvielfalt deines Gartens als botanische Besonderheit erheblich. Wenn du ein Faible für Überlebenskünstler hast, die mit extremen Bedingungen klarkommen, solltest du ihr einen Platz reservieren.
Zierliche Arktis-Spezialistin: Ein Hauch von Hochgebirge für deinen Steingarten.
Die Eiskolbe spielt in der Natur eine wichtige Rolle als Pionierbesiedlerin in extremen Höhenlagen. Durch ihren Wuchs trägt sie zur Bodenfestigung in Schuttfluren (Ansammlungen von Gesteinsbruchstücken) bei und schafft so Mikrohabitate für Kleinstlebewesen. In deinem Garten bietet sie vor allem Struktur in spezialisierten Alpinum-Anlagen. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern wie Wildbienen vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert primär in der Erhöhung der botanischen Diversität. Die im Spätsommer reifenden Samen können in ihrer natürlichen Umgebung als gelegentliche Nahrung für spezialisierte Gebirgsvögel dienen. Als Teil eines naturnah gestalteten Steingartens unterstützt sie das ökologische Gefüge für Bodenorganismen in kühlen Nischen.
Bitte beachte, dass die Eiskolbe (Phippsia algida) laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher einen Standort wählen, der nicht unmittelbar als Spielfläche zugänglich ist. Es liegen keine Hinweise auf eine akute Giftigkeit vor, dennoch ist eine umsichtige Platzierung ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange der Boden offen und bearbeitbar bleibt.
Standort: Wähle einen kühlen Platz, der die Bedingungen eines Schneetälchens (Mulden mit langer Schneebedeckung) imitiert.
Bodenbeschaffenheit: Das Substrat sollte rein mineralisch und sehr durchlässig sein, idealerweise eine Mischung aus Kies und feinerem Gesteinsmehl.
Feuchtigkeitsbedarf: Halte den Boden gleichmäßig feucht, da die Pflanze in der Natur oft von Schmelzwasser profitiert.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei diesem zierlichen Gras nicht nötig; lass die Halme über den Winter als natürlichen Schutz stehen.
Vermehrung: Unter idealen Bedingungen vermehrt sich die Pflanze im Spätsommer durch Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) ist eine ideale Begleitung, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die kühle, alpine Umgebung stellen.
Die Eiskolbe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales) eine echte Hochgebirgspflanze. In unserer Region ist sie als arktisch-alpines Relikt vor allem in den obersten Höhenlagen der Alpen zu finden, wo sie meist auf nacktem Gestein oder in Gletschernähe siedelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre geringe Größe und ihre Fähigkeit aus, innerhalb einer sehr kurzen Vegetationsperiode den kompletten Lebenszyklus zu vollziehen. Dies macht sie zu einer Pionierpflanze in nivalen Zonen (Regionen oberhalb der klimatischen Schneegrenze), wo nur wenige andere Gefäßpflanzen überdauern können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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