Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Phoronidae
Wenn wir über unsere Gartenbewohner sprechen, denken wir meist an Insekten oder Vögel. Phoronis hippocrepia führt uns in eine ganz andere Welt, denn sie gehört zu den Hufeisenwürmern. Diese Tiere leben nicht im Erdreich, sondern in marinen Lebensräumen, meist verborgen in Kalkgestein oder Muschelschalen. Sie bilden einen kleinen, röhrenförmigen Körper aus und strecken am Vorderende ihren Lophophor heraus – ein hufeisenförmiges Organ, das mit feinen Härchen besetzt ist, um Plankton aus dem Wasser zu filtern. Sie sind sessil, also ortsgebunden, und verbringen ihr gesamtes Leben in ihrem selbst geschaffenen Wohnrohr.
Der Lebenszyklus von Phoronis hippocrepia ist eng an die Wassertemperatur und das Nahrungsangebot im Meer gebunden. Die geschlechtliche Fortpflanzung findet in der Regel in den wärmeren Monaten statt, wenn die Larven in das freie Wasser entlassen werden. Nach einer Phase als Plankton siedeln sie sich an einem geeigneten Hartsubstrat an, wandeln sich um und beginnen mit dem Bau ihrer Röhre. Die Tiere können über längere Zeiträume stabil in ihren Kolonien verharren, sofern die Strömungsverhältnisse und das Nahrungsangebot konstant bleiben.
Phoronis hippocrepia ist eine rein marine Art und kommt in europäischen Hausgärten nicht vor. Daher sind für diesen Bewohner keine Schutzmaßnahmen im Gartenkontext erforderlich. Bitte beachte, dass unsere heimischen Ökosysteme auf terrestrische Arten angewiesen sind; der Schutz mariner Lebensräume erfolgt primär durch den Verzicht auf chemische Belastungen, die über Gewässer in die Meere gelangen könnten.
Die Art Phoronis hippocrepia gehört zum Stamm der Phoronida (Hufeisenwürmer). Es handelt sich um wirbellose Tiere, die weltweit in den Meeren verbreitet sind. Ihr Körperbau ist durch den Lophophor charakterisiert, der als Tentakelapparat sowohl der Nahrungsaufnahme als auch dem Gasaustausch dient. Ein besonderes Merkmal ist die Fähigkeit zur asexuellen Vermehrung durch Knospung, wodurch sie oft dichte Kolonien bilden können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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