Bild folgtKI-generierte IllustrationPhragmites australis
Auch bekannt als: Ried, Gemeines Schilf, Schilfgras, Reth, Reeth, Rohr, Teichrohr, Reith, roseau, Reet, Riet, Schilf, Schilfrohr
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
11
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Gewöhnliche Schilf (Phragmites australis) sofort an seinen imposanten, braun-violetten Blütenrispen, die an meterhohen, steifen Halmen thronen. Es ist ein wahrer Gigant in unseren Feuchtgebieten und ein unverzichtbares Refugium für spezialisierte Insektenarten. So dient es unter anderem dem Trinker (Euthrix potatoria) und der Rohrglanzgras-Schilf-Eule (Mythimna straminea) als lebenswichtige Kinderstube. Wenn du einen Teich oder eine feuchte Senke im Garten hast, kannst du mit diesem Schilf echten Artenschutz vor der eigenen Haustür betreiben. Hol dir diesen urwüchsigen Charakter in deinen Garten.
Imposantes Schilfrohr: Die lebenswichtige Kinderstube für acht Falterarten.
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Für die heimische Fauna ist das Schilf ein bedeutendes Habitat, insbesondere als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter. Nach aktuellen Daten profitieren Arten wie die Schilfrohr-Wurzeleule (Rhizedra lutosa) und die Schilf-Rindeneule (Mythimna pudorina) von den Beständen. Auch die Scheck-Tageule (Euclidia mi) und die Rohrglanzgras-Schilf-Eule (Mythimna straminea) finden hier Nahrung. Im Winter dienen die hohlen Halme als wertvolle Überwinterungsquartiere für Insekten, während die Samenstände von Vögeln als Futterquelle genutzt werden.
Das Gewöhnliche Schilf ist nicht giftig, gilt aber aufgrund seiner sehr scharfkantigen Blätter nicht als kindersicher, da ein Verletzungsrisiko besteht. Es gibt keine Verwechslungsgefahr mit ähnlich aussehenden Giftpflanzen. Achte lediglich beim Hantieren auf deine Hände.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.85 m
Das Schilf bevorzugt einen vollsonnigen Platz mit viel Feuchtigkeit. Der Boden sollte als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) normal beschaffen sein, solange er dauerhaft nass bleibt. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist. Beachte, dass Schilf über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) stark wandert; eine Wurzelsperre ist im Garten daher oft sinnvoll.
Standort: Sonnig und feucht bis nass.
Pflege: Erst im spätwinterlichen Februar zurückschneiden.
Vermehrung: Erfolgt meist von selbst über Ausläufer.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Gewöhnliche Schilf (Phragmites australis) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine weltweit verbreitete, bei uns heimische Art (Indigen). Es besiedelt typischerweise Uferzonen, Moore und feuchte Gräben in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Morphologisch zeichnet es sich durch seine kräftigen, hohlen Halme und die breit-linealischen Blätter aus. In der Roten Liste wird es als ungefährdet (*) geführt, was seine Robustheit in passenden Lebensräumen unterstreicht.
2 Videos zu Gewöhnliches Schilf


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
30 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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