Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Frühjahr an deinen Kreuzblütlern wie Radieschen oder Senf kleine, glänzend blau-grüne Käfer entdeckst, die bei Annäherung mit ihren kräftigen Hinterbeinen wegschnellen, hast du wahrscheinlich den Blaugrünen Erdfloh vor dir. Mit einer Körpergröße von etwa drei Millimetern ist er klein, aber aufgrund seiner metallischen Färbung auffällig. Die Käfer fressen kleine Löcher in die Blätter, was wir in der Fachsprache als Lochfraß bezeichnen. Da die Larven oft an den Wurzeln oder im Pflanzengewebe leben, ist ihre Anwesenheit im Garten ein Zeichen für ein aktives Ökosystem, auch wenn sie bei der Gemüseernte gelegentlich als Konkurrenten auftreten.
Die erwachsenen Käfer überwintern an geschützten Stellen im Boden oder unter Pflanzenresten. Ab dem Frühjahr, sobald die Temperaturen steigen, beginnen sie mit dem Fraß an jungen Blättern und der Eiablage. Die Larvalentwicklung findet meist ab dem späten Frühjahr statt, bevor sich im Sommer eine neue Generation Käfer entwickelt, die den Zyklus durch Überwinterung schließt.
Da es sich bei diesem Käfer um einen natürlichen Bestandteil der heimischen Fauna handelt, ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht zu empfehlen. Um Fraßschäden an jungen Gemüsepflanzen zu begrenzen, hat sich das Auslegen von Kulturschutznetzen bewährt. Diese verhindern mechanisch den Befall, ohne in die biologischen Prozesse des Gartens einzugreifen.
Familie: Blattkäfer (Chrysomelidae) | Gattung: Phyllotreta. Diese Käfer gehören zur Gruppe der sogenannten Flohkäfer, die ihren Namen der Fähigkeit verdanken, mittels verdickter Hinterschenkel weite Sprünge zu vollführen, um Fressfeinden zu entkommen.
•NaturkompassDB
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