Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella glacialis
Auch bekannt als: Pilosella glacialis
An seinem kompakten Wuchs und den typischen Korbblüten lässt sich das Gletscher-Habichtskraut (Pilosella glacialis) sofort erkennen. Als Bewohnerin kalter, alpiner Lagen bringt diese kleine Pflanze eine ganz besondere Robustheit in deinen Garten. Sie ist ein wertvoller Indikator für magere, saure Standorte und bereichert so ökologische Nischen, die für viele Prachtstauden zu nährstoffarm sind. Wenn du einen Steingarten oder eine kühle Alpin-Ecke gestaltest, ist sie eine authentische Wahl. Probier es einfach mal aus – sie ist unkomplizierter, als ihr Name vermuten lässt, solange der Boden stimmt.
Alpine Eleganz auf 9 Zentimetern: Die robuste Spezialistin für saure Böden.
Als indigen (einheimisch) eingestufte Art ist das Gletscher-Habichtskraut perfekt an das Klima unserer Regionen angepasst. Da für diese spezielle Art aktuell keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich die Bedeutung vor allem durch ihre Rolle als Spezialistin für Extremstandorte ableiten. In deinem Garten übernimmt sie die wichtige Funktion eines Bodendeckers für saure, karge Flächen. Sie bietet Schutz für die Bodenfauna in Nischen, die für die meisten anderen Gartenpflanzen zu nährstoffarm sind. Ihre Samenstände können im Winter als potenzielle Nahrungsgrundlage dienen.
Bitte beachte, dass das Gletscher-Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du beim Pflanzen in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht walten lassen. Ein Platz im Steingarten oder in einer erhöhten Felsspalte ist eine gute Möglichkeit, die Pflanze sicher zu integrieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.095 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze einen Lichtwert von 8 (Sonne) benötigt.
Boden: Die Erde muss mager sein; als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) verträgt sie keinen Dünger.
Bodenreaktion: Achte auf ein saures Milieu (Reaktionswert 2); kalkhaltige Standorte solltest du unbedingt meiden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) bleiben, Staunässe muss jedoch verhindert werden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Mit nur 0,09 m Höhe braucht sie einen Platz im Vordergrund oder in Steinritzen, um nicht von Gräsern überwachsen zu werden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze über den Winter in Ruhe einziehen.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Blutwurz (Potentilla erecta) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Standorte.
Das Gletscher-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind bodensaure Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und Felsfluren der Hochgebirge, was sich in seinem Ellenberg-Temperaturwert von 2 (kalt) widerspiegelt. Morphologisch auffällig ist die geringe Wuchshöhe von exakt 0,09 Metern, wobei die Pflanze krautig bleibt und nicht verholzt. Die breiten Blätter bilden meist eine bodennahe Rosette, die ideal an windexponierte Lagen angepasst ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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