Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella peleteriana
Auch bekannt als: Lepeletier-Habichtskraut, Peletiers Habichtskraut, Hieracium peleterianum
8
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An ihren auffallend lang behaarten Blattrosetten und den einzelstehenden, hellgelben Blütenkörbchen lässt sich das Peleter-Habichtskraut (Pilosella peleteriana) sofort erkennen. Diese zierliche Art ist eine echte Überlebenskünstlerin für die extremsten Sonnenplätze in deinem Garten. In der Natur besiedelt sie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und bietet dort wertvolle Nahrung für spezialisierte Insekten. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Berg-Hummel (Bombus monticola) profitieren von ihrem Nektarangebot im Frühsommer. Wenn du einen sandigen oder steinigen Bereich im Garten hast, ist sie die ideale Partnerin für dich. Mit ihrer Ausdauer trotzt sie selbst langen Hitzeperioden ohne Gießen.
Karge Plätze ganz groß: Die flauschige Nektar-Tankstelle für seltene Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Peleter-Habichtskraut eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) fliegen die Blüten regelmäßig an. Auch seltenere Arten wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Berg-Hummel (Bombus monticola) nutzen das Nektarangebot im Mai und Juni. Die Honigbiene (Apis mellifera) zählt ebenfalls zu den häufigen Gästen an den gelben Blütenköpfen. Da die Pflanze auch im Winter ihre behaarten Blattrosetten behält, dient sie als Bodenbedeckung für Kleinstlebewesen. Die Samenreife im Hochsommer stellt zudem ein potenzielles Nahrungsangebot für körnerfressende Vögel dar.
Das Peleter-Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar sind keine schweren Vergiftungen bekannt, doch können die dichten Haare und enthaltene Bitterstoffe bei Kontakt oder Verzehr Reizungen auslösen. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher eher im Steingarten oder an unzugänglicheren Stellen platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für das Habichtskraut einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Stickstoff aus) ist.
Ideal ist ein sandiger oder kiesiger Untergrund, der keine Staunässe zulässt.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Eine Düngung ist absolut nicht notwendig und würde die Pflanze eher schwächen.
Da sie sehr robust ist, benötigt sie nach dem Anwachsen keine zusätzliche Bewässerung mehr.
Die Vermehrung erfolgt ganz unkompliziert über die eigenen Ausläufer der Pflanze.
Lass verblühte Stängel im Sommer ruhig stehen, damit die Samen für Vögel ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Sand-Grasnelke (Armeria maritima) – beide teilen die Vorliebe für karge Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Das Peleter-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und Österreich, die vor allem trocken-warme Standorte und steinige Böden bevorzugt. Botanisch zeichnet es sich durch kräftige, oberirdische Ausläufer aus, mit denen es dichte Matten bildet. Im Gegensatz zu vielen verwandten Habichtskräutern trägt jeder Stängel nur eine einzige, relativ große Blüte. Die Blätter sind auf beiden Seiten dicht mit langen, weißlichen Haaren besetzt, was der Pflanze einen silbrigen Schimmer verleiht.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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