Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella polioderma
Auch bekannt als: Pilosella polioderma
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer das Grauhaut-Habichtskraut (Pilosella polioderma) sind seine graugruen behaarten Blattrosetten und die leuchtend gelben Bluetenkoepfe auf aufrechten Stielen. In deinem Naturgarten ist diese Art eine wertvolle Bereicherung, da sie nach aktuellen Bestaeubungsdaten als wichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Tagfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) dient. Die Pflanze ist ein robuster Spezialist fuer karge Flaechen, der auch bei Trockenheit nicht aufgibt. Wenn du einen sonnigen Standort mit magerem Boden hast, kannst du mit dieser Art gezielt den Artenschutz vor deiner eigenen Haustuer foerdern.
Gelbe Leuchtkraft fuer karge Plaetze: Die Rettungsinsel fuer Scheckenfalter.
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Diese Pflanze ist ein Magnet fuer Scheckenfalter. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen das Nektarangebot intensiv. Auch Arten wie Melitaea ornata profitieren von der Bluete an trockenen Standorten. Die Arbuskulaere Mykorrhiza (eine Wurzel-Pilz-Verbindung) verbessert nicht nur die Vitalitaet der Pflanze selbst, sondern staerkt auch die Bodenstruktur deines Gartens. In den Wintermonaten bieten die verbliebenen Samenstaende eine kleine, aber feine Futterquelle fuer samenfressende Voegel, waehrend die Rosetten am Boden Insekten Schutz vor Frost bieten.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt meist an den enthaltenen Bitterstoffen und der Behaarung, die bei empfindlicher Haut oder bei Kontakt mit den Schleimhaeuten Reizungen ausloesen koennen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Suche dir im Garten einen Platz in der vollen Sonne aus.
Der Boden muss unbedingt trocken und naehrstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer ist.
Ideal ist die Pflanzzeit von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Du musst das Grauhaut-Habichtskraut nicht gießen, sobald es einmal angewachsen ist.
Auf Duenger solltest du komplett verzichten, da zu viele Naehrstoffe die Art eher verdraengen.
Die Vermehrung klappt ganz von allein ueber die kleinen Auslaeufer, die dichte Teppiche bilden.
Ein Rueckschnitt ist nicht notwendig; lass die vertrockneten Staengel fuer das Bodenleben einfach stehen.
Als Begleitpflanze empfehle ich dir den Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide teilen die Vorliebe fuer sonnige Magerstandorte und ergaenzen sich wunderbar in ihrem Wuchsverhalten.
Das Grauhaut-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine in Deutschland heimische Art der Gattung Pilosella. Sein natuerlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen), wo es oft dichte Bestaende bildet. Ein botanisches Merkmal ist die Arbuskulaere Mykorrhiza (AM), eine Form der Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln, die der Pflanze hilft, in extrem nahrstoffarmen Boeden zu ueberleben. Die Ausbreitung erfolgt sowohl ueber Flugsamen als auch durch oberirdische Auslaeufer.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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