Bild folgtKI-generierte IllustrationPilularia globulifera
Auch bekannt als: Pillenfarn
An seinen binsenartigen, dünnen Blättern, die an den Spitzen wie winzige Bischofsstäbe eingerollt sind, lässt sich der Gewöhnliche Pillenfarn (Pilularia globulifera) sofort erkennen. Er ist eine botanische Besonderheit und in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft. Da er als Farn keine Blüten bildet, sorgt er durch seine teppichartigen Ausläufer für eine feine Struktur am Teichrand. Er besiedelt bevorzugt Pionierstandorte (frisch entstandene Lebensräume) und bietet dort spezialisierten Lebewesen in der Flachwasserzone Deckung. In deinem Naturgarten trägst du mit dieser seltenen Pflanze aktiv zum Artenschutz bei. Wenn du eine Schwäche für das Besondere am Wasser hast, ist er genau richtig für dich.
Botanische Rarität am Teichrand: Schütze den gefährdeten Pillenfarn im Garten.
Da der Pillenfarn zu den Farnen gehört, produziert er weder Nektar noch Pollen und ist daher keine direkte Futterquelle für Bestäuber wie Wildbienen. Seine ökologische Bedeutung liegt vor allem in seiner Rolle als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin) in gefährdeten Feuchtgebieten. Er bildet dichte, untergetauchte oder halb-emerse (über die Wasseroberfläche ragende) Rasen, die als Versteck und Laichplatz für Amphibien dienen können. Da die Art laut aktueller Datenlage auf der Roten Liste 2 steht, ist ihre Ansiedlung im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität (Vielfalt der Arten). Er stabilisiert den Boden in der Uferzone und fördert so ein gesundes Kleinklima für spezialisierte Wasserorganismen.
Bitte beachte, dass der Gewöhnliche Pillenfarn als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen dokumentiert sind, sollte die Pflanze im Garten so platziert werden, dass Kinder nicht damit in Kontakt kommen oder sie verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Sumpfpflanzen besteht bei genauem Hinsehen kaum, da die eingerollten Blattspitzen ein Alleinstellungsmerkmal sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Feuchte 9: Der Boden muss dauerhaft nass sein; die Pflanze gedeiht am besten in der Flachwasserzone bei 0 bis 10 cm Wassertiefe.
Nährstoffe 2: Verwende ein mageres Substrat (nährstoffarmer Boden), beispielsweise ein Sand-Kies-Gemisch, da er als Schwachzehrer empfindlich auf Überdüngung reagiert.
Reaktion 4: Er bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse am Teichrand.
Pflanzzeit: Setze den Farn am besten im Frühjahr von März bis Mai ein, damit er bis zum Winter stabil eingewurzelt ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 cm Abstand zwischen den Pflanzen, da er sich über Ausläufer zu Matten ausbreitet.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Standortansprüche an die Feuchtigkeit stellt und das feine Laub des Farns optisch ergänzt.
Der Gewöhnliche Pillenfarn gehört zur Familie der Kleefarngewächse (Marsileaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Mitteleuropa. Sein natürlicher Lebensraum sind die Uferzonen nährstoffarmer (magerer) Stillgewässer, die zeitweise trockenfallen können. Er zeichnet sich durch seine kugeligen Sporenkapseln aus, die namensgebenden Pillen, die er statt Blüten an der Blattbasis ausbildet. Morphologisch (rein äußerlich) erinnert er eher an ein Gras als an einen klassischen Farn, da seine Blätter fadenförmig und unverzweigt sind. Als Farn vermehrt er sich über Sporen, was ihn taxonomisch (einordnungsgemäß) deutlich von den Blütenpflanzen abgrenzt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →