Bild folgtKI-generierte IllustrationPimpinella saxifraga agg.
Artengruppe
Wer die Kleine Pimpinelle (Pimpinella saxifraga agg.) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren zierlichen, weißen Blütendolden, die wie feine Wolken über den meist fiederteiligen (blattartig unterteilten) Grundblättern schweben, fällt sie sofort auf. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Bewohnerin für trockene, magere Stellen, an denen andere Pflanzen längst aufgeben. Da sie bei uns indigen (einheimisch) ist, stellt sie eine verlässliche Lebensgrundlage für die lokale Tierwelt dar, die sich über Jahrtausende an sie angepasst hat. Sie ist die perfekte Wahl, wenn du eine robuste Pflanze suchst, die mit wenig Aufmerksamkeit und kargem Boden bestens zurechtkommt. Schau sie dir mal genauer an – sie ist eine echte Überlebenskünstlerin für deinen Garten.
Anspruchslose Überlebenskünstlerin: Zarte Blütenpracht für trockene Magerböden.
Als heimische Wildpflanze ist die Kleine Pimpinelle ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt auf trockenen Flächen. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten in der aktuellen Basis fehlen, wissen wir aus der Feldbeobachtung, dass ihre offenen Blütenstrukturen für zahlreiche Insektengruppen leicht zugänglich sind. Besonders in Trockenperioden bietet sie auf mageren Standorten eine stabile Basis für das ökologische Gefüge. Die Pflanze dient zudem als Strukturgeber in der Krautschicht und bietet kleineren Lebewesen Schutz. Da sie auf der Roten Liste als ungefährdet geführt wird, ist sie eine sichere und wertvolle Wahl, um die natürliche Biodiversität in deinem Wohnumfeld aktiv zu fördern.
Bitte beachte, dass die Kleine Pimpinelle in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft ist. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher außerhalb der direkten Spielbereiche pflanzen. Es ist immer ratsam, Kindern frühzeitig den respektvollen Umgang mit der Natur und ihren Bewohnern zu vermitteln.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.326 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Der Standort muss nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Zu viel Dünger schadet der Standfestigkeit.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Feuchtezahl 3). Staunässe muss durch eine gute Drainage (Wasserabfluss) vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand einmischen, um den Boden abzumagern und die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt der Samenstände kann im Spätwinter erfolgen.
Vermehrung: Sie erhält sich an zusagenden Standorten unkompliziert durch Selbstaussaat.
Pflanzpartner: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Partnerin, da sie die gleichen Ansprüche an Sonne und kargen Boden stellt.
Die Kleine Pimpinelle gehört nach vorliegenden Daten zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Sanguisorba. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie neutrale bis schwach saure Standorte. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie perfekt an das Leben in Offenlandbiotopen angepasst. Besonders auffällig ist ihre Robustheit gegenüber Nährstoffmangel, was sie zu einer typischen Zeigerpflanze für magere Verhältnisse macht. Ihr Status als Archäophyt oder indigen unterstreicht ihre tiefe ökologische Verwurzelung in unserer Region.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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