Bild folgtKI-generierte IllustrationPityohyphantes phrygianus (C.L.Koch, 1836)
Zwischen vier und sechs Millimeter misst der heimische Fichtenweber (Pityohyphantes phrygianus), den du an der dunklen, gezackten Zeichnung auf seinem hellen Hinterleib sowie seinem flächigen Netz erkennst. Dieses Tier nutzt ein Baldachinnetz (ein waagerecht gespanntes, flächiges Gespinst) für die Jagd auf kleine Insekten. Über dem eigentlichen Netz befinden sich vertikale Stolperfäden, gegen die Beutetiere im Flug stoßen, um dann auf die Fangfläche zu stürzen. Die Spinne lauert meist auf der Unterseite dieser Konstruktion und greift sich die Beute von unten. Du findest diesen nützlichen Gartenbewohner vor allem in Bäumen oder höheren Büschen, wo er seine Netze zwischen den Zweigen errichtet. Er übernimmt eine wichtige Rolle bei der Blattlaus-Regulierung und fängt zudem störende Mücken weg. Damit er sich in deinem Garten wohlfühlt, solltest du beim Schneiden von Gehölzen behutsam vorgehen und seine Netze nicht zerstören. Verzichte am besten auf chemische Mittel, um seine Nahrungsgrundlage nicht zu gefährden. Wenn du natürliche Strukturen und dichte Zweige belässt, bietest du ihm den idealen Lebensraum. Selbst im Februar ist das Tier oft aktiv, da diese Art sehr unempfindlich gegenüber Kälte ist.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zudem sehr scheu. Ihre Chelizeren (Kieferklauen) sind zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen, weshalb für dich im Garten kein Grund zur Sorge besteht.
Der Fichtenweber (Pityohyphantes phrygianus) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist heimisch und kommt in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien vor. Mit einer Körpergröße von etwa 4 bis 6 Millimetern ist sie eine kleine Art, die bevorzugt in höheren Vegetationsschichten lebt. Ihre Lebensweise ist durch den Bau komplexer, horizontaler Fangnetze geprägt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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