
Plantago major
Auch bekannt als: Großer Wegerich, Rippenblatt, Wegtritt, Saurüssel, Breit-Wegerich, Wegeblatt, Mausöhrle, Breitwegerich, Wegebreit, Wegetrene, Arnoglosse, Ackerkraut
Artengruppe
12
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Breit-Wegerich durch seine breiten, eiförmigen Blätter mit den markanten Längsnerven, die als flache Rosette dicht am Boden wachsen. Er ist ein unverwüstlicher Bewohner deiner Gartenwege und eine ökologische Bereicherung für die heimische Fauna. Besonders Schmetterlinge wie die Veränderliche Kräutereule (Lacanobia suasa) oder die Dreilinieneule (Charanyca trigrammica) profitieren von ihm, da er ihren Raupen als wichtige Futterquelle dient. Wenn du ihn in den Fugen deiner Terrasse oder am Rand des Rasens gewähren lässt, förderst du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür. Du machst also genau das Richtige, wenn du dieses robuste Wildkraut nicht als Unkraut, sondern als Lebensraum betrachtest.
Trittfester Überlebenskünstler und wichtige Kinderstube für heimische Eulenfalter.
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Der Breit-Wegerich ist eine unterschätzte Stütze im Ökosystem Garten. Er dient als essenzielle Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter wie die Veränderliche Kräutereule (Lacanobia suasa), die Dreilinieneule (Charanyca trigrammica) und den Mondfleck-Blütenspanner (Eupithecia centaureata). Auch wenn seine Blüten keinen auffälligen Duft verströmen, produzieren sie Pollen, der von verschiedenen Insekten genutzt wird. Im späten Herbst und Winter werden die harten Samenstände zu einer wichtigen Futterquelle für Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis), der die nahrhaften Samen geschickt aus den Ähren löst. Damit bietet die Pflanze einen wertvollen Beitrag zur Winterfütterung unserer gefiederten Gäste.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Der ideale Standort für den Breit-Wegerich ist ein sonniger Platz im Garten.
Er bevorzugt frische (mäßig feuchte) Bodenverhältnisse und kommt mit normaler Gartenerde sehr gut zurecht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger.
Die optimale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Eine Pflege ist kaum nötig, da die Pflanze sehr robust und sogar trittfest ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der reifen Samen.
Wenn du ihn gezielt ansiedeln möchtest, reicht es oft, die Samenstände im Herbst an der gewünschten Stelle auszuschütteln.
Eine hervorragende Begleitpflanze ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfestigkeit haben und gemeinsam einen stabilen Lebensraum an Wegrändern bilden.
Der Breit-Wegerich (Plantago major) gehört zur Ordnung der Lippenblütlerartigen und ist in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt frische Böden auf Wegen, Trittfluren und Wiesen, da er extrem unempfindlich gegenüber Bodenverdichtung ist. Morphologisch zeichnet er sich durch seine grundständige Blattrosette und die unscheinbaren, grünlich-braunen Blüten aus, die in einer langen, schmalen Ähre (einem Blütenstand mit ungestielten Einzelblüten) angeordnet sind. Seine Blätter besitzen fünf bis neun bogenförmig verlaufende Nerven, die ihm eine hohe Stabilität verleihen.
3 Videos zu Breit-Wegerich (Artengruppe)



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_680412360
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