Bild folgtKI-generierte IllustrationPlantago uliginosa
Auch bekannt als: Plantago winteri
Du erkennst den Kleinen Wegerich (Plantago uliginosa) an seinen bodennahen Blattrosetten und den schmalen, eher unscheinbaren Blütenähren auf aufrechten Stielen. Da er in Deutschland und Österreich heimisch ist, passt er perfekt in naturnahe Gärten, die auf Regionalität setzen. Als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestufte Art ist er ein wertvoller Baustein für das lokale Ökosystem, auch wenn er oft im Schatten auffälligerer Prachtstauden steht. In deinem Garten hilft er dabei, die natürliche Vielfalt an oft übersehenen Standorten zu bewahren. Vielleicht hast du ja ein wechselfeuchtes Eckchen für diesen bescheidenen Wildcharakter frei?
Heimischer Spezialist für feuchte Stellen mit Ausdauer von Juni bis August.
Obwohl für diese spezielle Art in der Datenbank keine konkreten Bestäuberdaten gelistet sind, ist der Kleine Wegerich als heimische Wildpflanze ein fester Bestandteil der regionalen Flora. Die Blütezeit von Juni bis August stellt sicher, dass in den Sommermonaten ein kontinuierliches Angebot innerhalb der Pflanzengemeinschaft vorhanden ist. Heimische Arten wie diese unterstützen die genetische Vielfalt und bieten oft spezialisierten Insektengruppen, die auf Wegerichgewächse angewiesen sind, eine Lebensgrundlage. Zudem dienen die reifenden Samen im Herbst und Winter vielen Vögeln als natürliche Nahrungsquelle. Er ist somit ein kleiner, aber wichtiger Mosaikstein für einen lebendigen Naturgarten.
Der Kleine Wegerich wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Im Falle eines Verdachts oder bei Symptomen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai ist die ideale Zeit, um junge Pflanzen zu setzen.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du pflanzen, solange der Boden offen ist.
Standort: Er bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Plätze im Garten, etwa am Rand eines Teiches oder an Senken.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden darf gerne etwas schwerer und verdichtet sein, da er Feuchtigkeit gut halten muss.
Pflege: Die Pflanze ist extrem pflegeleicht; ein Rückschnitt ist für die Vitalität nicht erforderlich.
Vermehrung: An geeigneten Standorten sorgt er durch Selbstaussaat zuverlässig für Nachkommen.
Winteraspekt: Die Rosetten bleiben oft lange grün und sollten über den Winter nicht entfernt werden.
Gute Partnerin: Die Bach-Minze (Mentha aquatica) — beide Arten schätzen feuchte Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend in der Uferzone.
Der Kleine Wegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist eng mit dem bekannteren Breit-Wegerich verwandt. Sein natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Standorte (Stellen, die periodisch nass und wieder trocken sind), wie sie an Ufern oder auf verdichteten Wegen vorkommen. Er gilt in unserer Region sowohl als indigen als auch als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 eingeführt wurde). Morphologisch (den äußeren Bau betreffend) zeichnet er sich durch seine Rosettenform aus, die ihn trittfest und robust macht.
1 Video zu Kleiner Wegerich
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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